Ludwig von Mises zum Hören: das Leben, die eine Idee, das berühmteste Argument und welches Werk man zuerst liest. Rund 17 Minuten.
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Geboren am 29. September 1881 im galizischen Lemberg. Entstammt einer Familie assimilierter Juden; sein Ururgroßvater war von Kaiser Franz Josef in den erblichen Adelsstand erhoben worden.[2]
Besuchte das Akademische Gymnasium.
Studierte Rechtswissenschaften (an der Universität Wien).
Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger 1902/1903.[24]
Kurze Zeit als Konzipient tätig vor Beginn der beruflichen Laufbahn an der Handelskammer.
Begann 1909 seine berufliche Laufbahn an der Wiener Handelskammer als Beamter des Kammersekretariats und wurde dort faktisch zu einem der maßgeblichen Ökonomen des Landes. Die Tätigkeit endete 1934 mit dem Wechsel auf den Lehrstuhl am IHEI in Genf.
Erscheinen der Habilitationsschrift „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“.[2]
Habilitierte sich 1913 an der Universität Wien mit seiner 1912 erschienenen Schrift „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“. Hatte sich unter dem Einfluss Carl Mengers und Eugen von Böhm-Bawerks schon in jungen Jahren dem Gedankengut der Österreichischen Schule zugewandt.
Ab 1918 als außerordentlicher Professor an der Universität Wien (Privatdozentur, kein Ordinariat).[24]
Gründete in den 1920er Jahren sein berühmtes Privatseminar in seiner Handelskammer-Amtsstube; Treffpunkt für Hayek, Machlup, Haberler, Morgenstern, Felix Kaufmann, Karl Menger und viele weitere. Bestand bis zur Emigration 1934.[2]
Erscheinen von „Die Gemeinwirtschaft. Untersuchungen über den Sozialismus“ (1922) — Mises' systematische Sozialismuskritik mit dem Argument der ökonomischen Kalkulationsunmöglichkeit im Sozialismus.[2]
Gründete 1927 mit Friedrich August von Hayek das Österreichische Institut für Konjunkturforschung (heute WIFO).[25]
Manche Entwicklungen ahnte Mises als logisch absehbare Konsequenzen weit voraus, so etwa die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre.
Verließ 1934 Wien und übernahm einen Lehrstuhl am Institut universitaire de hautes études internationales (IHEI) in Genf, wo er bis 1940 lehrte.[26]
Heiratete 1938 in Genf die Witwe Margit Sereny-Herzfeld, eine ehemalige Schauspielerin. Margit von Mises wird später ihre Memoiren „My Years with Ludwig von Mises“ (1976) veröffentlichen.[26]
Erscheinen seines deutschsprachigen Hauptwerks „Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens“ in Genf 1940 (Verlag Editions Union) — die Vorform von Human Action (1949).
Emigrierte 1940 mit Ehefrau Margit über Frankreich, Spanien und Portugal in die USA und ließ sich in New York nieder.[2]
Ab 1945 bis zur Emeritierung 1969 als Visiting Professor an der New York University (Graduate School of Business) tätig — die Position wurde nicht durch die Universität, sondern durch private Mäzene (William Volker Fund) finanziert.[2]
Gehörte 1947 zu den Gründungsmitgliedern der Mont Pèlerin Society auf Einladung Friedrich August von Hayeks.[14]
Mit „Human Action“ (1949), der englischen Überarbeitung seines Hauptwerks „Nationalökonomie“ (1940), erreichte er nach und nach den ersehnten Erfolg.[2]
1962 erhielt Mises das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.[27]
Gestorben am 10. Oktober 1973 in New York.
Studierte bei Eugen von Böhm-Bawerk und nahm an dessen Seminar an der Universität Wien teil; gemeinsam mit Menger einer der prägenden Lehrer für Mises' Hinwendung zur Österreichischen Schule.[2]
Wieser wird in der Wikipedia-EN-Influences-Box von Mises gelistet; Mises hatte zu Wieser ein distanzierteres Verhältnis als zu Böhm-Bawerk.[19]
Philippovich war 1913 als Lehrstuhlinhaber für Politische Ökonomie der formelle Habilitationsbetreuer Mises' an der Universität Wien (Aufgabenhinweis aus Pipeline-Briefing).
Studierte an der Universität Wien u. a. bei Ludwig von Mises; später regelmäßige Teilnahme am Mises-Privatseminar.[2]
Privatseminar-Teilnehmerin und Mitglied des engeren Mises-Kreises in Wien.[28]
Promovierte 1921 als eine der ersten Frauen in Staatswissenschaften an der Universität Wien; die Dissertation „Die Anweisungstheorie des Geldes" wurde von Ludwig von Mises betreut.[18]
Wurde durch die Lektüre von „Die Gemeinwirtschaft" (1922) von Ludwig von Mises, die den Nachweis der Unmöglichkeit der Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen enthielt, von seinen sozialistischen Sympathien abgebracht. Recht bald schon erkannte Mises Hayeks Talent und lud ihn zu seinem Privatseminar ein.[4]
Machlup war Stammteilnehmer am Privatseminar Mises' und intellektueller Schüler aus dem Wiener Kreis.[2]
Übersetzte zahlreiche Schriften Mises' aus dem Deutschen ins Englische und trug damit wesentlich zur Verbreitung der österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie im englischsprachigen Raum bei.[5]
Galt als der vielleicht bedeutendste Mises-Schüler in der Neuen Welt; Rothbard vertiefte die Ansätze seines Lehrers besonders in Geld-, Monopol- sowie Kapital- und Zinstheorie.[6]
Promovierte bei Mises an der NYU und wurde dort sein Nachfolger als wichtigster Vertreter der österreichischen Tradition in den USA.[7]
Hazlitt war journalistischer Anhänger Mises' in den USA, organisierte die NYU-Position über den William Volker Fund und wirkte als Mediator zwischen Mises und der breiteren amerikanischen Öffentlichkeit.[2]
Methodologischer Antipode aus dem Methodenstreit; Mises führte mit der „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ (1912) den Streit der österreichischen gegen die jüngere Historische Schule indirekt fort.
Keynes war zeitlebens Mises' wichtigster intellektueller Antipode in der Geld- und Konjunkturtheorie; Mises lehnte staatsinterventionistische Ansätze radikal ab.[2]
Schwiedland war Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien.
Teilnehmerin am Privatseminar von Ludwig von Mises in Wien; ständiges Mitglied der Nationalökonomischen Gesellschaft bis zum Ausschluss 1938.[29]
Schlesinger war Teilnehmer am Mises-Privatseminar (Wikipedia EN).[22]
Illy war ständiger Teilnehmer am Mises-Privatseminar (bio_de bestätigt).
Robbins war zeitweilig Privatseminar-Teilnehmer; später wichtige Brücke des Wiener Kreises an die LSE.[2]
Alfred Schütz (Phänomenologe, Bindeglied zur Husserl-Schule) war Stammteilnehmer am Mises-Privatseminar.[2]
Karl Menger jr. (Mathematiker, Sohn Carl Mengers) war Teilnehmer am Mises-Privatseminar.[2]
Mises' Privatseminar-Liste (mises.org Hayek Centenary) führt Rosenstein-Rodan unter den regelmäßigen Teilnehmern; aktiv bis zur Übersiedlung nach Großbritannien 1930.[10]
Teilnehmerin am Privatseminar Ludwig von Mises' an der Wiener Handelskammer, gemeinsam mit Hayek, Haberler, Morgenstern u. a.[32]
Langjähriger Teilnehmer am Privatseminar Mises in Wien; einer der wenigen Habilitierten der Österreichischen Schule im Kreis.[1]
Mitstreiter Ludwig von Mises' bei der Stabilisierung der österreichischen Währung; gemeinsam wirkten beide auf Bundeskanzler Ignaz Seipel ein, so dass die Inflations- und Defizitpolitik ein Ende fand.[15]
Gründete gemeinsam mit Mises das Österreichische Institut für Konjunkturforschung, an dem Hayek ab 1927 „harte Pionierarbeit an der ökonomischen Basis" leistete.
Nach seiner Anstellung im Institut für Konjunkturforschung arbeitete Schiff als Zeitungsredakteur und besuchte regelmäßig das Mises-Privatseminar in Wien.[12]
Haberler nahm regelmäßig am Mises-Privatseminar in Wien teil.[2]
Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien als Mitglied des inneren Kreises der Österreichischen Schule.[2]
Lachmann nahm laut Pipeline-Briefing als jüngeres Mitglied am Mises-Privatseminar teil; vor seiner Emigration nach London 1933.
Beide Gründungsmitglieder der Mont Pèlerin Society 1947.[23]
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Ludwig von Mises, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.[4]
Nahm regelmäßig am Mises-Privatseminar teil, neben seiner Geschäftstätigkeit in der elterlichen Kartonfabrik.[2]
Beide Gründungsmitglieder der Mont Pèlerin Society 1947; Stigler später MPS-Präsident.[23]
Beide Gründungsmitglieder der Mont Pèlerin Society 1947.[23]
Beide Gründungsmitglieder der Mont Pelerin Society 1947.
Teilnehmer am Mises-Privatseminar in New York 1949–1959 (NYU-Phase) — direkter Anschluss an die Wiener Privatseminar-Tradition über Mises.[16]
Teilnehmer am Mises-Privatseminar an der NYU von 1949 bis Ende der 1950er-Jahre, mit Aktivität bis in die 1970er Jahre.[6]
Kauder bezeichnete Mises 1957 als „treuesten Schüler“ Mengers; er stand mit ihm in freundschaftlichem Kontakt und kommentierte dessen ontologischen Ansatz als Maßstab österreichischer Theorie.[13]
Ludwig von Mises im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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