Geboren am 10. Juli 1851 als viertes von neun Kindern in Wien.
Studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien; die Auseinandersetzung mit dem römischen Recht führte ihn in wirtschaftliche Problemstellungen ein.
Erst die Lektüre von Mengers „Grundsätzen der Volkswirthschaftslehre" bot Wieser die gesuchte Perspektive, die er in der Rückschau als „Befreiung aus der Not des Denkens" empfand.
Trat 1872 in den österreichischen Staatsdienst (Niederösterreichische Finanzlandesdirektion) ein.[1]
Erhielt 1875 ein Reisestipendium und studierte Volkswirtschaftslehre bei Karl Knies in Heidelberg sowie an den Universitäten Leipzig und Jena.[7]
Habilitierte 1884 mit „Über den Ursprung und die Hauptgesetze des wirthschaftlichen Werthes" und führte den Begriff des Grenznutzens in die Nationalökonomie ein. Die erste Publikation fand außerhalb Wiens wenig Anklang.[1]
Außerordentlicher Professor (1884) und ab 1889 ordentlicher Professor für Politische Ökonomie an der Karl-Ferdinands-Universität (Deutsche Universität Prag); Rektor 1901/1902.[1]
Erscheinen von „Der natürliche Werth" (1889), in dem Wieser die Wirtschaft als ein durch präzise Gesetze geordnetes System entwarf.[8]
Übernahm 1903 als Nachfolger Carl Mengers den Lehrstuhl für Politische Ökonomie an der Universität Wien; lehrte unter anderem Ludwig von Mises, Friedrich von Hayek und Joseph Schumpeter.[1]
Verfasste als einer der ganz wenigen „Österreicher" mehrere im Ton zwar moderate, aber doch eindeutig kriegsbejahende Schriften.
Wurde 1917 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben und als lebenslängliches Mitglied ins Herrenhaus berufen.[1]
Wurde am 30. August 1917 von Kaiser Karl I. zum Handelsminister ernannt und blieb bis zum 11. November 1918 in mehreren aufeinanderfolgenden Regierungen im Amt.[1]
Gestorben am 22. Juli 1926 in St. Gilgen bei Salzburg.
Studierte während seiner deutschen Studienreise bei Bruno Hildebrand in Jena.[1]
Studierte mit Reisestipendium Volkswirtschaftslehre bei Karl Knies in Heidelberg.[1]
Studierte während seiner deutschen Studienreise bei Wilhelm Roscher in Leipzig.[1]
Erst die Lektüre von Mengers „Grundsätzen" bot Wieser die gesuchte Perspektive, die er in der Rückschau als eine Befreiung aus der „Not des Denkens" empfand.[1]
Lorenz von Stein wird im OeBL-Eintrag explizit als Lehrer Wiesers an der Universität Wien genannt.[1]
Wandte sich während des Rechtsstudiums an der Universität Wien unter dem Einfluss des Menger-Schülers Friedrich von Wieser der Nationalökonomie zu.[2]
Weiss studierte an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien bei Eugen von Böhm-Bawerk und Friedrich von Wieser.[9]
Mises war nach Wiesers Berufung 1903 an die Universität Wien einer seiner Studenten in der Vorlesungs-Reihe zur Politischen Ökonomie; Wikipedia EN führt Mises explizit als Wieser-Schüler.[11]
Haberler studierte an der Universität Wien u. a. bei Friedrich von Wieser und Ludwig von Mises (Promotion in Staatswissenschaften 1925).[3]
Studierte ab 1920 Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien u. a. bei Friedrich von Wieser.[4]
Hayek promovierte 1921 an der Universität Wien zum Doktor der Rechtswissenschaften bei Wieser; Wikipedia EN bezeichnet Hayek als „Wiesers treuesten Schüler".[10]
Promovierte 1907 in Rechtswissenschaften an der Universität Wien; im bio_de und in der Klausinger-Studie als Schüler Friedrich von Wiesers ausgewiesen. Wieser entwickelte ein Vater-Sohn-Verhältnis zu Mayer und förderte ihn mit allen Möglichkeiten.[13]
Wieser und Böhm-Bawerk waren Jugend- und Studienfreunde an der Universität Wien; 1880 heiratete Böhm-Bawerk Wiesers Schwester Paula und wurde damit zugleich dessen Schwager und langjähriger Wegbegleiter.[5]
Wurde 1894 neben Friedrich von Wieser außerordentlicher Professor an der Deutschen Universität Prag.
Mayer wurde 1923 als Nachfolger von Friedrich von Wieser auf den Wiener Lehrstuhl berufen; nach Wiesers Tod bezog Mayer dessen nachgelassenes Haus im 19. Wiener Gemeindebezirk.[13]
Friedrich von Wieser im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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