Matura am Wiener Elisabethgymnasium.
Trat 1917 in ein Artillerie-Regiment ein und kämpfte an der italienischen Front; erlitt eine Hörschädigung am linken Ohr.
Inskribierte nach dem Krieg Rechtswissenschaften an der Universität Wien, beschäftigte sich aber überwiegend mit Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Wissenschaftstheorie und Philosophie. Las Carl Menger und Eugen von Böhm-Bawerk, knüpfte erste Kontakte zur Österreichischen Schule und lernte Mitglieder des Wiener Kreises kennen.
Promovierte 1921 an der Universität Wien zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. iur.) bei Friedrich von Wieser.[6]
Wurde durch die Lektüre von „Die Gemeinwirtschaft" (1922) von Ludwig von Mises, die die Unmöglichkeit der Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen nachwies, von seinen sozialistischen Sympathien abgebracht.[1]
Promovierte 1923 zum Doktor der Staatswissenschaften (Dr. rer. pol.) an der Universität Wien.[7]
Verbrachte 1923/1924 als Forschungsassistent bei Jeremiah Jenks an der New York University, wo er makroökonomische Daten kompilierte.[8]
Heiratete im August 1926 Helene Berta Maria von Fritsch („Hella").[9]
Gründete gemeinsam mit Mises das Österreichische Institut für Konjunkturforschung, an dem Hayek ab 1927 „harte Pionierarbeit an der ökonomischen Basis" leistete. Mises hatte zuvor sein Talent erkannt und ihn zum Privatseminar eingeladen.[1]
Habilitierte sich 1929 an der Universität Wien mit der Schrift „Geldtheorie und Konjunkturtheorie".[16]
Berufen 1931 als Tooke Professor of Economic Science and Statistics an die London School of Economics; lehrte dort über Konjunkturtheorie und prägte einen Generationenstreit mit Keynes.[1]
Nahm 1938 die britische Staatsbürgerschaft an und lehnte eine Rückkehr ins NS-annektierte Österreich ab.[18]
Begann 1941 die Vorarbeiten zu „The Road to Serfdom", einer Analyse der Sozialismen Deutschlands und der Sowjetunion sowie des demokratischen Sozialismus als schleichendem Weg zur Knechtschaft.
Erscheinen von „The Road to Serfdom" 1944 in London; das Buch wurde ein durchschlagender publizistischer Erfolg, verkaufte sich über 2,25 Millionen Mal und machte Hayek weltberühmt.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Wilhelm Röpke, Walter Eucken, Ludwig Erhard, Milton Friedman, Henry Hazlitt, Karl Popper, Fritz Machlup, Lionel Robbins und Ludwig von Mises, um die Mont Pèlerin Society zu gründen.
Ließ sich im Juli 1950 von Hella scheiden und heiratete im selben Monat seine Cousine Helene Bitterlich.[10]
Lehrte ab 1950 für zwölf Jahre als Professor am Committee on Social Thought der University of Chicago.[1]
Erscheinen von „The Constitution of Liberty" 1960, einer Synthese seiner liberalen Verfassungs- und Rechtsphilosophie.[11]
Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg von 1962 bis 1968.[12]
Honorarprofessor an der Universität Salzburg von 1969 bis 1977.[13]
Erhielt am 9. Oktober 1974 (verliehen Dezember 1974 in Stockholm) den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften gemeinsam mit Gunnar Myrdal für seine Pionierarbeit zur Geldtheorie und zu institutionellen Voraussetzungen wirtschaftlicher Ordnung.[1]
Kehrte 1977 nach Freiburg im Breisgau zurück und blieb dort bis zu seinem Tod 1992.[13]
Aufnahme in den Order of the Companions of Honour 1984 (Birthday Honours von Königin Elisabeth II.).[19]
Erhielt 1991 die Presidential Medal of Freedom durch US-Präsident George H. W. Bush.[20]
Gestorben am 23. März 1992 in Freiburg im Breisgau.
Hayek promovierte 1921 an der Universität Wien zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. iur.) bei Friedrich von Wieser, dessen treuester Schüler er wurde („his most faithful disciple").[16]
Wurde durch die Lektüre von „Die Gemeinwirtschaft" (1922) von Ludwig von Mises, die den Nachweis der Unmöglichkeit der Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen enthielt, von seinen sozialistischen Sympathien abgebracht. Recht bald schon erkannte Mises Hayeks Talent und lud ihn zu seinem Privatseminar ein.[1]
Wurde Ende der 30er Jahre nach und nach zum Hauptgegenspieler von John Maynard Keynes (1883-1946) und geriet jedoch zunehmend in wissenschaftliche Isolation.
mises.org-Strigl-Biographie nennt Hayek explizit als von Strigl geprägten Schüler: „Strigl shaped the minds of Hayek, Haberler, Machlup, Morgenstern, and other future great Viennese economists more than any other teacher." Hayek-Nachruf 1942: „with his death disappears the figure on whom one's hope for a preservation of the tradition of Vienna as a centre of economic teaching... had largely rested."[3]
Wittgenstein war ein Cousin Hayeks; in der Wikipedia-Infobox „Influences" als philosophischer Bezugspunkt geführt.[14]
Direkte Schülerin Friedrich August von Hayeks; reichte 1935 ihre von Hayek betreute Dissertation „The Rationale of Central Banking and the Free Banking Alternative" an der LSE ein.[5]
Lewis studierte in den 1930er-Jahren bei Hayek an der LSE.[15]
Coase studierte in den 1930er-Jahren als Student bei Hayek an der London School of Economics.[15]
Lachmann gehörte an der LSE zu Hayeks engstem akademischen Umfeld und entwickelte den radikalen Subjektivismus aus dieser Linie weiter.
Trug mit Schriften und Herausgeber-Anthologie „Logik der Freiheit" maßgeblich dazu bei, die Tradition der Österreichischen Schule und insbesondere Hayeks Werk im deutschsprachigen Raum wiederzubeleben.
Nachdem Shackle seine Doktorarbeit unter Hayek begonnen hatte, wandte er sich in der Folge dem radikalen Subjektivismus zu und trieb diesen bis zum Nihilismus weiter.
Gründete gemeinsam mit Mises das Österreichische Institut für Konjunkturforschung, an dem Hayek ab 1927 „harte Pionierarbeit an der ökonomischen Basis" leistete.
Haberler hielt seine Lehrveranstaltungen an der Universität Wien teilweise gemeinsam mit Friedrich August von Hayek.
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar; gleichzeitig Vorgaenger/Nachfolger an der Spitze des Konjunkturforschungsinstituts (Hayek bis 1931, Morgenstern 1931-38).[4]
An der London School of Economics nach Studienzeit Kollege von Friedrich August von Hayek; Zusammenarbeit bis zum Wechsel nach Johannesburg 1948.
Frank Knight gehörte zur Gründungsversammlung der Mont Pèlerin Society 1947 und beteiligte sich an der Namensgebung.[23]
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Fritz Machlup, zur Gründung der Mont Pèlerin Society. Reihenfolge nach Geburtsjahr (Machlup 1902 vor Hayek 1899 — hier Hayek vor Machlup).
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Ludwig von Mises, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.[1]
George Stigler gehörte zur Gründungsversammlung der Mont Pèlerin Society 1947.[23]
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Henry Hazlitt, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Karl Popper, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Lionel Robbins, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Ludwig Erhard, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Milton Friedman, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Walter Eucken, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Versammelte 1947 bei Vevey am Genfer See 39 nicht-kollektivistische Denker aus aller Welt, unter ihnen Wilhelm Röpke, zur Gründung der Mont Pèlerin Society.
Wurde 1948, ein Jahr nach Gründung der Mont Pèlerin Society durch Hayek, gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich A. Lutz Mitglied der Gesellschaft; Friedrich Lutz später zweimal Präsident der MPS.[21]
Gehörte der von Hayek initiierten Mont Pèlerin Society an; trat 1948 bei.
Wurde 1996 Mitglied der Mont Pèlerin Society, zu deren Begründern und Kerngestalt Hayek zählte (Hayek selbst verstarb 1992, daher zeitlich nur überlappende Vereinszugehoerigkeit über das Hayek-Vermächtnis).[24]
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien (mises.org Hayek Centenary).[4]
Friedrich August von Hayek im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →