Besuch von Vorlesungen an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien bei Philippovich, Inama-Sternegg, Wieser und Böhm-Bawerk; reguläres Studium für Frauen damals noch nicht möglich.
Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, da österreichische Universitäten Frauen das Doktorat in Staatswissenschaften noch verwehrten. Erste promovierte Österreicherin im Fach Staatswissenschaften.
Wissenschaftliche Sekretärin der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer in Wien; Schwerpunkt Zoll- und Handelsvertragspolitik.
Tätig im Gremium der Wiener Kaufmannschaft; daneben Lehrtätigkeit an einer Schule für kommerzielle Frauenbildung und Engagement in sozialpolitischen Vereinen zu Wohnungsfrage und Arbeiterschutz.
Gestorben am 13. April 1913 in Wien, im Alter von 33 Jahren. Die Quellen sprechen von einem „plötzlichen Tod“, ohne nähere Ursache.
Cronbach besuchte Philippovichs Vorlesungen zur Nationalökonomie an der Universität Wien als Hospitantin. Philippovichs sozialpolitische Ausrichtung dürfte ihr späteres Interesse für Hausindustrie und Arbeiterschutz mitgeprägt haben.
Cronbach hörte den Statistiker und Wirtschaftshistoriker Inama-Sternegg in Wien. Sein historisch-statistischer Zugang spiegelt sich in ihrer empirischen Arbeit zur Spitzenhausindustrie wider.
Cronbach hörte auch Böhm-Bawerks Vorlesungen in Wien und gehört damit personell zur dritten Generation der Wiener Schule.
Else Cronbach im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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