Geboren am 15. Dezember 1902 in Wiener Neustadt als Sohn eines jüdischen Unternehmers; wuchs dort in der elterlichen Kartonfabrik auf.
Studierte neben seiner Tätigkeit in der elterlichen Kartonfabrik Staatswissenschaften in Wien.
Promovierte 1923 zum Dr. rer. pol. an der Universität Wien bei Ludwig von Mises (Dissertation „Die Goldkernwährung", veröffentlicht 1925).[5]
Erscheinen der Dissertationsschrift „Die Goldkernwährung" 1925 (Doktorat Dr. rer. pol. bereits 1923 bei Mises erlangt).
Nahm regelmäßig am Mises-Privatseminar teil, publizierte Rezensionen, Aufsätze, Bücher und mehr als 150 Zeitungsartikel und wirkte als Vorstandsmitglied im Österreichischen Karton-Kartell sowie in der Nationalökonomischen Gesellschaft.
Unterrichtete von 1929 bis 1933 an der Volkshochschule Ottakring.
Erscheinen von „Börsenkredit, Industriekredit und Kapitalbildung" (1931), einer Analyse der Börsenfinanzierung im Lichte der österreichischen Geldtheorie. Geplant als Habilitationsschrift, doch die Professoren Spann und Degenfeld-Schonburg eröffneten ihm, dass sein Habilitationsansuchen aufgrund seiner jüdischen Abstammung nicht zur Abstimmung gebracht würde; auch Hans Mayer war nicht zur Unterstützung eines Mises-Schülers bereit.
Verließ 1933 das Land in der Folge der gescheiterten Habilitation aufgrund seiner jüdischen Abstammung.
Forschungsstipendiat der Rockefeller Foundation in den USA von 1933 bis 1935.[5]
Wurde 1934 Gastprofessor an der Harvard University.
Verkaufte 1935 seine Anteile an der Fabrik im niederösterreichischen Ybbstal und emigrierte endgültig in die USA. Während des Krieges half er zahlreichen Bedrängten in Österreich bei Ausreise und Flucht.
Lehrte von 1935 bis 1947 als Frank H. Goodyear Professor an der University at Buffalo.[5]
Lehrte von 1947 bis 1960 als Abram G. Hutzler Professor an der Johns Hopkins University in Baltimore.[5]
Lehrte von 1960 bis 1971 als Walker Professor of Economics and International Finance an der Princeton University.[5]
Wurde 1961 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.[7]
Erscheinen seines Hauptwerks „The Production and Distribution of Knowledge in the United States" (1962), das den Begriff der Informationsgesellschaft prägte.[5]
Wurde 1966 zum Präsidenten der American Economic Association gewählt.
Präsident der International Economic Association von 1971 bis 1974.[9]
Lehrte ab 1971 bis zu seinem Tod 1983 als Professor an der New York University.[5]
Erhielt 1978 das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich.[10]
Gestorben am 30. Januar 1983 in Princeton, New Jersey, im Alter von 80 Jahren.
Studierte ab 1920 Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien u. a. bei Friedrich von Wieser.[5]
Machlup war Stammteilnehmer am Privatseminar Mises' und intellektueller Schüler aus dem Wiener Kreis.[1]
Die Professoren Spann und Degenfeld-Schonburg eröffneten Machlup, dass sein Habilitationsansuchen aufgrund seiner jüdischen Abstammung nicht zur Abstimmung gebracht würde.
Die Professoren Spann und Degenfeld-Schonburg eröffneten Machlup, dass sein Habilitationsansuchen aufgrund seiner jüdischen Abstammung nicht zur Abstimmung gebracht würde.
mises.org-Strigl-Biographie nennt Machlup explizit unter den Strigl geprägten Schülern der vierten Wiener Generation.[2]
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar; mises.org-Liste führt Machlup und Morgenstern als regelmäßige Teilnehmer.[3]
Kauder bezeichnete Machlup in einem Brief von 1932 als „diversen Vertreter“ der österreichischen Schule.[4]
Hayek und Machlup gehörten beide zur Gründungsversammlung der Mont Pèlerin Society 1947; Wikipedia EN führt Machlup in der Kategorie „Members of the Mont Pelerin Society".
Nahm regelmäßig am Mises-Privatseminar teil, neben seiner Geschäftstätigkeit in der elterlichen Kartonfabrik.[1]
Fritz Machlup im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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