Geboren am 16. Dezember 1898 in Wien als Tochter des Textilfabrikanten Justus Lieser und der Kunstmäzenin Henriette Amalie („Lilly“) Lieser, geborene Landau.[1]
Von 1916 bis 1919 fünf Semester Philosophie an der Universität Wien, daneben Besuch rechtswissenschaftlicher Lehrveranstaltungen.
Ab 1919 Studium der Staatswissenschaften an der Universität Wien.
Am 26. Juni 1920 als erste Frau in Österreich mit der staatswissenschaftlichen Dissertation „Die währungspolitische Literatur der österreichischen Bankozettelperiode“ zum Dr. rer. pol. promoviert; betreut von Othmar Spann und Ludwig von Mises.[2]
Teilnehmerin am Privatseminar Ludwig von Mises und ständiges Mitglied der Nationalökonomischen Gesellschaft (bis zum Ausschluss 1938).[2]
Nach dem Studium Tätigkeit beim Verband österreichischer Banken und Bankiers in Wien.[1]
Im Juli 1938 Eheschließung (vermutlich Scheinehe) mit Karl Berger; dadurch Erwerb der jugoslawischen Staatsbürgerschaft.
1938 wegen ihrer jüdischen Herkunft Flucht aus Österreich, zunächst nach Genf, wo sie bis zu dessen Weggang 1940 mit Ludwig von Mises zusammenarbeitete.[2]
Engagement für von Nationalsozialisten Verfolgte; Tätigkeit im Umfeld der Spionagegruppe „Rote Kapelle“ für den sowjetischen, später für den britischen Geheimdienst.
Seit 1947 Mitglied des Kuratoriums des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien.
1948 nach Paris, wo sie Mitarbeiterin von Sir Donald MacDougall, dem Direktor des Wirtschaftssekretariats der OEEC, wurde.
Ab 1949 Generalsekretärin der von der UNESCO initiierten, 1950 offiziell gegründeten International Economic Association in Paris; organisierte zahlreiche Kongresse und vertrat die Organisation international.
Privatseminar-Teilnehmerin und Mitglied des engeren Mises-Kreises in Wien.[2]
Wurde am 26. Juni 1920 mit der von Othmar Spann und Ludwig von Mises betreuten Dissertation „Die währungspolitische Literatur der österreichischen Bankozettelperiode“ als erste Frau Österreichs zum Dr. rer. pol. promoviert.[2]
Schülerin der Schwarzwaldschule (Lyzeum Eugenie Schwarzwalds), die für ihre fortschrittliche Mädchenbildung berühmt war.[1]
Übersetzte 1961 ein Werk François Perroux' aus dem Französischen ins Deutsche.[2]
Teilnehmerin am Privatseminar von Ludwig von Mises in Wien; ständiges Mitglied der Nationalökonomischen Gesellschaft bis zum Ausschluss 1938.[1]
Ab 1948 in Paris Mitarbeiterin von Sir Donald MacDougall, Direktor des Wirtschaftssekretariats der OEEC.[2]
Helene Lieser im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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