Geboren am 15. März 1858 in Wien als Abkömmling einer österreichisch-bosnischen Offiziersfamilie; wuchs als Halbwaise auf.[1]
Absolvierte das Theresianum sowie das rechtswissenschaftliche Studium in Wien.
Beginn des rechtswissenschaftlichen Studiums an den Universitäten Graz und Wien.[1]
Habilitation an der Universität Wien für Politische Ökonomie mit einer Untersuchung zur Bank von England (nach Studienaufenthalten in Berlin und London).[1]
Außerordentliche und später ordentliche Professur an der Universität Freiburg; orientierte sich dort werttheoretisch und methodologisch stark an Menger.[1]
Ordentlicher Professor der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg.[1]
Erscheinen des überaus erfolgreichen Lehrbuchs „Grundriß der Politischen Ökonomie“, mit dem Philippovich die Österreichische Schule effektiv förderte.
Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.[1]
Als Mitglied der Wiener Fabier-Gesellschaft 1896 Mitbegründer der Sozialpolitischen Partei; eine Legislaturperiode lang Abgeordneter im Niederösterreichischen Landtag.
Aufnahme in die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien.[1]
Von 1904 bis 1917 Mitherausgeber der „Zeitschrift für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung“; über viele Jahre Vorsitzender der Gesellschaft der Österreichischen Volkswirthe.
Erneut Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät 1907/08.[1]
Aufnahme in die Ungarische Akademie der Wissenschaften.[1]
Philippovich gehörte im Verein für Socialpolitik dem „Wiener Flügel“ an, der gegenüber Schmollers preußisch-historischer Linie eine theoretisch fundierte Sozialpolitik vertrat; 1908 wurde Schmoller eine Festschrift gewidmet, an der auch Philippovich beteiligt war — die Antipoden-Beziehung war damit zugleich Verhandlungsbeziehung.[1]
Wandte sich während des Wiener Studiums unter dem Einfluss Eugen Philippovich von Philippsbergs der Nationalökonomie zu; Philippovich gehörte neben Wieser und Böhm-Bawerk zum Kreis der prägenden Menger-Schüler an der Universität Wien.[2]
Somary war 1904-1906 Assistent Philippovichs an der Universität Wien; Philippovich vermittelte ihm später die Stelle des Assistenten des Präsidenten an der Anglo-Österreichischen Bank.[3]
Philippovich war 1913 als Lehrstuhlinhaber für Politische Ökonomie der formelle Habilitationsbetreuer Mises' an der Universität Wien (Aufgabenhinweis aus Pipeline-Briefing).
Emil Lederer studierte ökonomische Theorie an der Universität Wien u. a. bei Philippovich, Wieser und Böhm-Bawerk.[7]
Max Weber folgte Philippovich 1894 auf den Lehrstuhl in Freiburg im Breisgau nach.[4]
Eugen Philippovich von Philippsberg im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →