Geboren am 13. März 1866 in Troppau, Österreichisch-Schlesien (heute Opava, Tschechien), als Rabbinersohn.[1]
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien (1883 bis 1887), das er sich als Halbwaise selbst finanzieren musste; zugleich Einjährig-Freiwilligendienst und später Reserveoffizier.[1]
Wurde 1891 Direktor des Partei- und Pressebüros der „Vereinigten Deutschen Linken".[1]
Konvertierte 1895 zum Katholizismus; im selben Lebensabschnitt Heirat in die Familie des Wiener Handelsrechts-Professors Carl Samuel Grünhut (1844–1929).[1]
Wurde Schwiegersohn des an der Universität Wien lehrenden Professors für Handelsrecht Carl Samuel Grünhut. Frau Mathilde verstarb 1911 (39 Jahre alt).
Im Dezember 1897 ins k.k. Ministerratspräsidium berufen.[2]
Habilitierte sich mit der Abhandlung „Die öffentlichen Glückspiele".[1]
Ging nach der Habilitation in die Politik; als engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Körber (1850–1919) spielte er eine machtvolle und mitunter umstrittene Rolle, vor allem bei Personalentscheidungen für Spitzenpositionen in der Bürokratie.
1902 bis 1910 Leiter der Präsidialkanzlei des Ministerratspräsidiums; engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Ernest von Körber, beteiligt an Wahlreform und Ausgleich 1907.[1]
1910 bis 1929 (mit Unterbrechung 1917–1919) Gouverneur und ab 1919 Präsident der Allgemeinen Österreichischen Boden-Credit-Anstalt; blieb mit den angegliederten Industriekonzernen und Zeitungen bis weit in die Erste Republik hinein ein einflussreicher Wirtschaftsführer; 1929 Fusion mit der Creditanstalt nach Bankrottfolge.[1]
Wurde 1912 Mitglied des Herrenhauses.
Trat 1894 unter Finanzminister Ernst von Plener in das k.k. Finanzministerium ein; Plener als erster ministerialer Vorgesetzter und politischer Förderer der Karriere im Beamtenapparat.[1]
Wurde 1895 nach seiner Konversion zum Katholizismus Schwiegersohn des an der Universität Wien lehrenden Professors für Handelsrecht Carl Samuel Grünhut (1844-1929).
Böhm-Bawerk war Siegharts Vorgesetzter im k.k. Finanzministerium (Steuerreform-Sektion) und empfahl ihn 1897 ans Ministerratspräsidium, was Siegharts Aufstieg unter Körber überhaupt erst ermöglichte (de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Sieghart).
Als engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Ernest von Körber (1850-1919) spielte Sieghart eine machtvolle und mitunter umstrittene Rolle, vor allem bei Personalentscheidungen für Spitzenpositionen in der Bürokratie.[1]
Reisch wurde 1921 Vizepräsident der Allgemeinen Boden-Credit-Anstalt unter Präsident Sieghart. Ab 1922 als OeNB-Präsident gleichzeitig zentraler Bankenregulator und Refinanzierer für Siegharts BCA bis zum Zusammenbruch 1929 (OeBL).
Rudolf Sieghart im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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