Geboren am 7. Februar 1891 in Rokitzan, Böhmen, als Spross einer böhmischen Beamtenfamilie.[1]
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien ab 1909, nach Gymnasial-Schulzeit in Laibach. Wurde als sehr junger Student in das Privatseminar Eugen von Boehm-Bawerks aufgenommen.[1]
Trat 1920 in die Industriekommission ein, später in leitender Position im Staatsamt für Arbeit (Arbeitslosenversicherung); blieb bis 1938 in dieser Funktion, danach Versetzung ins Statistik-Amt.[1]
Langjähriger Teilnehmer am Mises-Privatseminar; einer der wenigen Habilitierten der Österreichischen Schule.[1]
Lehrtätigkeit an der Universität Wien sowie zusätzlich an der Hochschule für Welthandel.
Erweiterte Habilitationsschrift erscheint als „Die ökonomischen Kategorien und die Organisation der Wirtschaft".
1928 zum titularen ausserordentlichen Professor an der Universität Wien ernannt.[1]
1930 zusätzlicher Lehrauftrag an der Hochschule für Welthandel in Wien.[1]
„Kapital und Produktion" erscheint, eine Weiterentwicklung der österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie über Geldwertänderungen und Fehlallokationen.[3]
Lehrbuch „Einführung in die Grundlagen der Nationalökonomie", in sachlichem, klarem und verständlichem Stil.
Wurde 1938 nach dem Anschluss vom Arbeitsamt in das Statistik-Amt versetzt — formell entmachtet, aber im Lande geblieben.[1]
Gestorben am 11. November 1942 in Wien an einem Gehirntumor; blieb nach dem Anschluss im Lande.[1]
Wurde als sehr junger Student in Eugen von Böhm-Bawerks Privatseminar an der Universität Wien aufgenommen; mises.org bezeichnet Strigl als „einen der jüngsten Böhm-Bawerk-Schüler".[3]
mises.org-Strigl-Biographie nennt Hayek explizit als von Strigl geprägten Schüler: „Strigl shaped the minds of Hayek, Haberler, Machlup, Morgenstern, and other future great Viennese economists more than any other teacher." Hayek-Nachruf 1942: „with his death disappears the figure on whom one's hope for a preservation of the tradition of Vienna as a centre of economic teaching... had largely rested."[3]
mises.org-Strigl-Biographie nennt Machlup explizit unter den Strigl geprägten Schülern der vierten Wiener Generation.[3]
mises.org-Strigl-Biographie nennt Haberler explizit unter den Strigl geprägten Schülern der vierten Wiener Generation.[3]
Joseph Steindl wird in der mises.org-Strigl-Biographie als Schüler („one of his pupils") geführt; verfasste den Nachruf auf Strigl.[3]
mises.org-Strigl-Biographie nennt Morgenstern explizit unter den Strigl geprägten Schülern der vierten Wiener Generation.[3]
Strigl wurde als sehr junger Student in Böhm-Bawerks Wiener Privatseminar aufgenommen — Mit-Teilnehmer waren u. a. Otto Bauer, Nikolai Bucharin, Ludwig von Mises, Otto Neurath und Joseph Schumpeter.[3]
Langjähriger Teilnehmer am Privatseminar Mises in Wien; einer der wenigen Habilitierten der Österreichischen Schule im Kreis.[1]
Strigl publizierte 1928 in einem von Frank Albert Fetter mitherausgegebenen Sammelwerk; Fetter wirkte als Editor des Bandes.[1]
Richard von Strigl im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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