Geboren 1902 in Krakau, in eine jüdische Familie.
Promovierte in Rechtswissenschaften in Wien und wurde Assistent bei Hans Mayer. Aus rassischen und fakultätspolitischen Gründen wurde er nicht habilitiert.
Verfasste mit 25 Jahren für die vierte Auflage des Handwörterbuchs der Staatswissenschaften den vielbeachteten Artikel zum Begriff des Grenznutzens.
Es folgte ein ebenso prominenter Beitrag zur Rolle der Zeit in der Volkswirtschaft. Mit dem Nachweis, dass die volkswirtschaftliche Vorstellung eines „Gleichgewichts“ die Rolle der Zeit nicht angemessen berücksichtige, löste er eine internationale Debatte aus.
Verliess 1930 Wien und ging nach Großbritannien — anfaengliche Lehrtätigkeit am University College London.[3]
Erhielt 1931 einen Lehrauftrag am University College in London und profilierte sich in der Folge als hochgeschätzter Fachmann für Entwicklungsländer.[4]
Erscheinen des bahnbrechenden Artikels „Problems of Industrialisation of Eastern and South-Eastern Europe" im Economic Journal — Geburtsstunde des „Big Push"-Modells der Entwicklungsökonomik.[2]
Wechselte 1947 zur Weltbank (International Bank for Reconstruction and Development) als Wirtschaftsberater für Entwicklungsökonomik.[4]
Erhielt 1962 vom International Institute of Social Studies in Den Haag eine Honorary Fellowship.[3]
Gestorben am 28. April 1985 in Boston.
Promovierte in Rechtswissenschaften in Wien und wurde Assistent bei Hans Mayer; aus rassischen und fakultätspolitischen Gründen wurde er nicht habilitiert.
Wikipedia-EN-Infobox „Influences" listet Ragnar Nurkse — austriazistisch geschulter Entwicklungsökonom und Zeitgenosse, dessen „Balanced Growth"-Modell Rosenstein-Rodans „Big-Push"-Theorie beeinflusste.[3]
Mises' Privatseminar-Liste (mises.org Hayek Centenary) führt Rosenstein-Rodan unter den regelmäßigen Teilnehmern; aktiv bis zur Übersiedlung nach Großbritannien 1930.[1]
Co-Herausgeber der „Zeitschrift für Nationalökonomie" mit Oskar Morgenstern; gemeinsame Verbreitung österreichisch-ökonomischer Ideen.[3]
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien (mises.org Hayek Centenary).[1]
Wikiberal nennt Rosenstein-Rodan als Zeitgenossen mit ähnlichen methodischen Ansätzen im Wiener Umfeld der mathematischen Ökonomie.[5]
Paul Narcyz Rosenstein-Rodan im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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