In der Hauptstadt der USA verstarb Richard Schüller 1972 kurz vor seinem 102. Geburtstag.
Washington wurde durch den Residence Act von 1790 als ständiger Sitz der Bundesregierung eingerichtet, 1791 von Pierre Charles L'Enfant geplant und 1800 erstmals vom Kongress bezogen. Im 20. Jahrhundert wurde die Stadt zum Zentrum des US-Bundesapparats und zum Sitz internationaler Organisationen wie Weltbank und Internationaler Währungsfonds. Mehrere Denker der Wiener Schule wirkten hier in dieser Funktion: Felix Somary war von 1941 bis 1943 Berater des US-Kriegsministeriums, Stephanie Braun arbeitete 1944 bis 1947 als Ökonomin im State Department, Paul Rosenstein-Rodan war 1947 bis 1953 Wirtschaftsberater der Weltbank. Murray Rothbard gründete 1977 mit anderen das Cato Institute mit, das später nach Washington verlegt wurde. Gottfried Haberler wirkte ab 1971 als Resident Scholar am American Enterprise Institute, dem 1938 gegründeten freimarktwirtschaftlichen Think Tank, und starb 1995 in der Stadt. Friedrich August von Hayek erhielt hier 1991 die Presidential Medal of Freedom verliehen.