Nach der Primarschule in New York Übersiedlung der Familie nach Genf; Mittelschulzeit im Stammkanton.
Parallel zum Genfer Hauptstudium Aufenthalte u. a. in Berlin und München; Harvard-Graduate-Studium 1906–1908; Wien 1908/09 mit Seminaren bei Eugen von Böhm-Bawerk und Eugen Philippovich.
Abschluss des Grundstudiums in Genf.
Promotion zum Doktor der Rechte an der Universität Genf.
Erste berufliche Station am Internationalen Arbeitsamt in Basel.
Übernahme der Wirtschaftsgeschichte an der Universität Genf in Vertretung.
Lehrtätigkeit als Assistenzprofessor für politische Ökonomie an der Harvard University.
Berufung auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Genf.
Parallele Professur für öffentliche Finanzen, gehalten über vier Jahrzehnte bis kurz vor dem Tod.
Setzte als offizieller Schweizer Vertreter Genf als Sitz des Völkerbunds und den Schweizer Beitritt unter Neutralitätsvorbehalt durch.
Direktor der Mandates Section beim Völkerbund-Sekretariat in Genf.
Über vierzehn Jahre Mitglied der Permanent Mandates Commission des Völkerbunds.
Erste von zwei Rektoratsperioden an der Universität Genf.
Mitgründer des IHEID mit Paul Mantoux, der weltweit ersten Graduate School für internationale Studien.
Gemeinsame Leitung des Genfer Instituts mit Paul Mantoux; prägt das liberale Profil der Schule.
Im März 1934 bietet Rappard Mises die Professur für International Economic Relations an; Mises tritt im Oktober 1934 an und bleibt bis Juli 1940.
Zweite Rektoratsperiode in den späten 1930er Jahren.
Schweizer Parlamentarier für den Landesring der Unabhängigen im Zweiten Weltkrieg.
Hält am 1. April 1947 die Eröffnungsansprache der Gründungstagung der Mont-Pèlerin-Gesellschaft am Genfersee.
Alleinige Leitung des Genfer Instituts nach Mantoux' Ausscheiden.
Stirbt am 29. April 1958 in Bellevue bei Genf, eine Woche nach seinem 75. Geburtstag.
Rappard besuchte 1908/09 das Wiener Seminar Böhm-Bawerks, einer der prägendsten Lehrer der österreichischen Schule vor dem Ersten Weltkrieg.
Parallel zu Böhm-Bawerk hörte Rappard 1908/09 in Wien die Seminare Philippovichs.
Rappard berief Kelsen ans IHEID auf den Lehrstuhl für internationales Recht; gemeinsam Teil der Genfer Fakultät der 1930er Jahre.
Röpke kam zunächst als Gastdozent ans IHEID und wurde anschließend regulärer Professor für International Economic Relations; mit Rappard Eckpfeiler der Genfer liberalen Schule.
Rappard hielt am 1. April 1947 die Eröffnungsansprache der Mont-Pèlerin-Gründungstagung am Genfersee und gehörte zum Schweizer Gründungskreis um Hayek.
William Emmanuel Rappard im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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