Geboren am 4. März 1865 in Lemberg.
Schloss das Rechtsstudium an der Universität Wien 1889 mit einer Promotion „sub auspiciis imperatoris“ ab und ließ seine Promotionsrede publizieren.
Ging nach der Promotion in die Anwaltschaft und veröffentlichte nach und nach mehrere Beiträge zur Geld- und Währungspolitik.
Habilitation für Politische Ökonomie an der Universität Wien 1895; im Rahmen seiner Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt wurde er zu einem gefragten Spezialisten für Kartellrecht.
Auf dem 26. Deutschen Juristentag 1902 in Berlin prägte Landesberger in seinem Vortrag über „Die rechtliche Behandlung der industriellen Kartelle“ in Anlehnung an das englische Wort „concern“ den bis heute üblichen Begriff „Konzern“.
1902 Verleihung des Titels eines außerordentlichen Professors für Politische Ökonomie an der Universität Wien.[2]
Berufung in den Generalrat der Anglo-Österreichischen Bank, zu deren Präsident Landesberger später avancierte.
Am 27. April 1916 von Kaiser Franz Joseph in den erblichen österreichischen Adelsstand erhoben mit dem Prädikat „von Antburg“ und einem Wappen — als Anerkennung für seine Verdienste bei der Reorganisation der Franz-Josefs-Bahn.
1919 Mitglied der österreichischen Delegation zur Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg.[2]
Gestorben am 21. Juni 1920 in Wien.
Wikipedia DE bestätigt: Landesberger gehörte zur Österreichischen Schule und war Schüler Carl Mengers an der Universität Wien.[1]
Julius Landesberger im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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