Geboren am 27. März 1858 in Hermannstädtel, Mähren, als Sohn einer mährischen Rabbinerfamilie.
Absolvierte das rechtswissenschaftliche Studium in Wien.
Nach den Promotionen Lehrer an Wiener Handelsschulen.[1]
Erscheinen der dogmenhistorischen Studie „Smith und Turgot" (1892); trat damit Anfang der 1890er Jahre mit weiteren Arbeiten über Adam Smith, Jacques Turgot und David Hume hervor.
Habilitation an der Universität Wien, in der Folge Lehrtätigkeit für Nationalökonomie an der Wiener Exportakademie.
Lehrte Nationalökonomie an der Wiener Exportakademie nach der Habilitation, vor der Ernennung zum ordentlichen Professor 1898.
Im Oktober 1898 zum ordentlichen Professor für politische Ökonomie an der Wiener Exportakademie ernannt.[4]
Am 9. April 1908 nahmen Feilbogen, seine Frau und seine Schwägerin an der von Papst Pius X. zelebrierten Ostermesse in Rom teil. Zeugen glaubten beobachtet zu haben, dass Feilbogen die geweihte Hostie in ein Taschentuch entsorgte; der Vorfall zog weite Kreise und wurde zum Ende seiner Karriere.
In der Folge des Vorfalls wurde Feilbogen im merkbar antisemitisch gewordenen Wien als Lehrer von der Exportakademie abberufen; isoliert lehrte er an der Universität Wien vor kleinstem Publikum weiter.
Während des Ersten Weltkriegs Übersiedlung nach Zürich; arbeitete dort als Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber bis zu seinem Tod; gab u. a. die Zeitschrift „Internationale Rundschau" heraus.[5]
Gestorben am 26. Juli 1928 in Zürich.
Als Privatdozent (1895–1908) und ab Oktober 1898 Ordinarius für politische Ökonomie an der k.k. Exportakademie im Palais Festetics gehörte Feilbogen zur engen Wiener Nationalökonomen-Szene um Böhm-Bawerk, Wieser und Philippovich. Die Mit-Übersetzung des Capitalzins-Anhangs 1903 setzt direkten Arbeitskontakt voraus.
Siegmund Feilbogen im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →