FOLIO I · DENKER · GEN. 04 · N° 031

Stephanie Martha Braun

Werke
3
Artikel
14
Generation
4.
Porträt von Stephanie Martha Braun
FOL. 04 · N° 031 · Stephanie Martha Braun
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Nach einem Studium in Freiburg/Breisgau promovierte Stephanie Martha Braun (später Martha Steffy Browne) als eine der ersten Frauen 1921 in Staatswissenschaften in Wien und war danach als freie Wirtschaftsjournalistin tätig. Als Teilnehmerin am Mises-Privatseminar schrieb sie laufend Rezensionen, bank- und geldwirtschaftliche Beiträge sowie Beiträge zu wirtschaftspolitischen Fragen und veröffentlichte schließlich ihre Theorie der staatlichen Wirtschaftspolitik (1929), der erste Versuch einer theoretische Begründung und Begrenzung von Wirtschaftspolitik in deutscher Sprache. Nach dem Anschluss emigrierte sie in die USA, wo sie von 1947 bis 1969 am Brooklyn College eine Professur innehatte. Nach ihrer Emeritierung war sie noch zwölf Jahre als Gastprofessorin an der New York University tätig.
Metadaten
12. Dezember 1898
in Wien
2. März 1990
in New York
4. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1898
    1898
    Geburt

    Geboren am 12. Dezember 1898 in Wien.[2]

  2. 1917
    1917
    Realgymnasiale Matura

    Realgymnasiale Matura 1917 in Wien (nach Abitur 1915).[2]

  3. ⁦1918–1919⁩
    ⁦1918–1919⁩
    Tätigkeit bei der Kriegs-Getreide-Anstalt

    1918 bis 1919 Tätigkeit bei der Kriegs-Getreide-Anstalt; in dieser Zeit auch Hörerin bei Max Weber.[2]

  4. ⁦1919–1920⁩
    ⁦1919–1920⁩
    Studium in Freiburg im Breisgau

    Wintersemester 1919/20 als Hörerin an der Universität Freiburg im Breisgau.[2]

  5. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩
    Mises-Privatseminar— ungefähr

    Teilnehmerin am Privatseminar Ludwig von Mises' an der Wiener Handelskammer, gemeinsam mit Hayek, Haberler, Morgenstern u. a.[3]

  6. 1921
    1921
    Promotion in Staatswissenschaften

    Promovierte 1921 als eine der ersten Frauen in Staatswissenschaften an der Universität Wien.[2]

  7. 1921
    1921
    Freie Wirtschaftsjournalistin— ungefähr

    Nach der Promotion als freie Wirtschaftsjournalistin tätig; schrieb laufend Rezensionen, bank- und geldwirtschaftliche Beiträge sowie Beiträge zu wirtschaftspolitischen Fragen.

  8. 1923
    1923
    Arbeit zur Währungspolitik— ungefähr

    Veröffentlichungen zur Währungspolitik (1923) als freie Wirtschaftsjournalistin.[1]

  9. 1929
    1929
    „Theorie der staatlichen Wirtschaftspolitik“

    Veröffentlichung der „Theorie der staatlichen Wirtschaftspolitik“ – der erste Versuch einer theoretischen Begründung und Begrenzung von Wirtschaftspolitik in deutscher Sprache.[2]

  10. 1939
    1939
    Emigration in die USA

    Nach dem Anschluss emigrierte Braun in die USA.

  11. ⁦1944–1947⁩
    ⁦1944–1947⁩
    State-Department-Ökonomin

    1944 bis 1947 Ökonomin im US-State Department.[2]

  12. ⁦1947–1969⁩
    ⁦1947–1969⁩
    Professur am Brooklyn College

    Von 1947 bis 1969 Professur am Brooklyn College in New York.

  13. ⁦1969–1981⁩
    ⁦1969–1981⁩
    Gastprofessur an der New York University

    Nach der Emeritierung zwölf Jahre lang als Gastprofessorin an der New York University tätig.

  14. 1989
    1989
    Ehrendoktorat der Universität Wien

    1989 Ehrendoktorat der Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien.[4]

  15. 1990
    1990
    Tod

    Gestorben am 2. März 1990 in New York.[2]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 2
  1. ⁦1918–1919⁩
    ⁦1918–1919⁩
    Max Weber⁦(1864–1920)⁩ · Heidelberger Schule

    Hörerin bei Max Weber während ihrer Tätigkeit bei der Kriegs-Getreide-Anstalt in Wien (1918-1919).[2]

  2. ⁦1921–1921⁩
    ⁦1921–1921⁩

    Promovierte 1921 als eine der ersten Frauen in Staatswissenschaften an der Universität Wien; die Dissertation „Die Anweisungstheorie des Geldes" wurde von Ludwig von Mises betreut.[2]

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 4
  1. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩

    Mit-Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien.

  2. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩

    Mit-Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien.

  3. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩

    Mit-Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien.[3]

  4. ⁦1920–1934⁩
    ⁦1920–1934⁩

    Teilnehmerin am Privatseminar Ludwig von Mises' an der Wiener Handelskammer, gemeinsam mit Hayek, Haberler, Morgenstern u. a.[3]

Stephanie Martha Braun im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN15 Belege · 2 Quellen
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1920er
1923
Die Doppelnote. Währungspolitische Projekte der Nachkriegszeit (1918 – 1922)
OriginalDeutsch
1929
Theorie der staatlichen Wirtschaftspolitik
OriginalDeutsch
1930er
1930
Frauenbewegung, Frauenbildung und Frauenarbeit in Österreich [Hrsg.]
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 14 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1920er
1923
Die Doppelnote. Währungspolitische Projekte der Nachkriegszeit, in Schriften des Vereins für Sozialpolitik
OriginalDeutsch
Die neuen Doppelwährungspläne
OriginalDeutsch
1924
Zur Kritik der „manipulierten“ Währung
OriginalDeutsch
1925
Geldentwertung und soziale Entwicklung in Österreich
OriginalDeutsch
Internationale Währungskonferenzen; Ergebnisse und ungelöste Fragen
OriginalDeutsch
1926
Die russische Währungsreform des Jahres 1924
OriginalDeutsch
1928
Das Programm der englischen Liberalen
OriginalDeutsch
Probleme des Liberalismus von heute
OriginalDeutsch
1929
Die Wirtschaftstheorie der Gegenwart
OriginalDeutsch
1930er
1932
Ein Buch über die Weltkrise
OriginalDeutsch
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Chicago
Deutsche historische Zitierweise