Siegmund Feilbogen
Leben und Werk
- 27. März 1858
- 26. Juli 1928
in Zürich - 2. Generation
Stationen
- 1858Geburt
Geboren am 27. März 1858 in Hermannstädtel, Mähren, als Sohn einer mährischen Rabbinerfamilie.
- 1876Studium der Rechtswissenschaft— inferiert
Absolvierte das rechtswissenschaftliche Studium in Wien.
- 1882Lehrer an Wiener Handelsschulen— inferiert
Nach den Promotionen Lehrer an Wiener Handelsschulen.
- 1892„Smith und Turgot"
Erscheinen der dogmenhistorischen Studie „Smith und Turgot" (1892); trat damit Anfang der 1890er Jahre mit weiteren Arbeiten über Adam Smith, Jacques Turgot und David Hume hervor.
- 1895Habilitation an der Universität Wien
Habilitation an der Universität Wien, in der Folge Lehrtätigkeit für Nationalökonomie an der Wiener Exportakademie.
- 1895–1898Lehrtätigkeit an der Wiener Exportakademie— ungefähr
Lehrte Nationalökonomie an der Wiener Exportakademie nach der Habilitation, vor der Ernennung zum ordentlichen Professor 1898.
- 1898–1908Ordentlicher Professor an der Wiener Exportakademie
Im Oktober 1898 zum ordentlichen Professor für politische Ökonomie an der Wiener Exportakademie ernannt.[3]
- 1908Hostien-Vorfall in Rom
Am 9. April 1908 nahmen Feilbogen, seine Frau und seine Schwägerin an der von Papst Pius X. zelebrierten Ostermesse in Rom teil. Zeugen glaubten beobachtet zu haben, dass Feilbogen die geweihte Hostie in ein Taschentuch entsorgte; der Vorfall zog weite Kreise und wurde zum Ende seiner Karriere.
- 1908Abberufung von der Exportakademie
In der Folge des Vorfalls wurde Feilbogen im merkbar antisemitisch gewordenen Wien als Lehrer von der Exportakademie abberufen; isoliert lehrte er an der Universität Wien vor kleinstem Publikum weiter.
- 1915–1928Übersiedlung nach Zürich— ungefähr
Während des Ersten Weltkriegs Übersiedlung nach Zürich; arbeitete dort als Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber bis zu seinem Tod; gab u. a. die Zeitschrift „Internationale Rundschau" heraus.[4]
- 1928Tod
Gestorben am 26. Juli 1928 in Zürich.
Beeinflussungen
- 1895–1908
Als Privatdozent (1895–1908) und ab Oktober 1898 Ordinarius für politische Ökonomie an der k.k. Exportakademie im Palais Festetics gehörte Feilbogen zur engen Wiener Nationalökonomen-Szene um Böhm-Bawerk, Wieser und Philippovich. Die Mit-Übersetzung des Capitalzins-Anhangs 1903 setzt direkten Arbeitskontakt voraus.
Siegmund Feilbogen im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN4 Belege · 1 Quelle
- [1]Universitätsarchiv Wien: Rigorosenakt Feilbogen (1881)
- [2]Universitätsarchiv Wien: Rigorosenakt Feilbogen (1882)
- [3]Diensttabelle Feilbogen (Personalarchiv WU Wien)
- [4]Stadtarchiv Zürich: Akten Feilbogen
Wirkungsorte
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Siegmund Feilbogen. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026, von https://mises.at/siegmund-feilbogen
- Chicago
- “Siegmund Feilbogen.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026. https://mises.at/siegmund-feilbogen.
- Deutsche historische Zitierweise
- Siegmund Feilbogen, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/siegmund-feilbogen (abgerufen am 13. Oktober 2026).

