Rudolf Sieghart
Leben und Werk
- 13. März 1866
- 4. August 1934
- 2. Generation
Stationen
- 1866Geburt
Geboren am 13. März 1866 in Troppau, Österreichisch-Schlesien (heute Opava, Tschechien), als Rabbinersohn.[2]
- 1883–1887Studium der Rechts- und Staatswissenschaften
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien (1883 bis 1887), das er sich als Halbwaise selbst finanzieren musste; zugleich Einjährig-Freiwilligendienst und später Reserveoffizier.[2]
- 1891Direktor im Pressebüro der „Vereinigten Deutschen Linken"
Wurde 1891 Direktor des Partei- und Pressebüros der „Vereinigten Deutschen Linken".[2]
- 1895Konversion zum Katholizismus
Konvertierte 1895 zum Katholizismus; im selben Lebensabschnitt Heirat in die Familie des Wiener Handelsrechts-Professors Carl Samuel Grünhut (1844–1929).[2]
- 1895Heirat in Familie Grünhut— ungefähr
Wurde Schwiegersohn des an der Universität Wien lehrenden Professors für Handelsrecht Carl Samuel Grünhut. Frau Mathilde verstarb 1911 (39 Jahre alt).
- 1897Berufung in den Ministerratspräsidium
Im Dezember 1897 ins k.k. Ministerratspräsidium berufen.[1]
- 1900Habilitation mit „Die öffentlichen Glückspiele"
Habilitierte sich mit der Abhandlung „Die öffentlichen Glückspiele".[2]
- 1900Engster Mitarbeiter Ministerpräsident Körbers— inferiert
Ging nach der Habilitation in die Politik; als engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Körber (1850–1919) spielte er eine machtvolle und mitunter umstrittene Rolle, vor allem bei Personalentscheidungen für Spitzenpositionen in der Bürokratie.
- 1902–1910Leiter der Präsidialkanzlei unter Körber
1902 bis 1910 Leiter der Präsidialkanzlei des Ministerratspräsidiums; engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Ernest von Körber, beteiligt an Wahlreform und Ausgleich 1907.[2]
- 1910–1929Gouverneur der Boden-Credit-Anstalt
1910 bis 1929 (mit Unterbrechung 1917–1919) Gouverneur und ab 1919 Präsident der Allgemeinen Österreichischen Boden-Credit-Anstalt; blieb mit den angegliederten Industriekonzernen und Zeitungen bis weit in die Erste Republik hinein ein einflussreicher Wirtschaftsführer; 1929 Fusion mit der Creditanstalt nach Bankrottfolge.[2]
- 1912Mitglied des Herrenhauses
Wurde 1912 Mitglied des Herrenhauses.
Beeinflussungen
- 1894Ernst von Plener(1841–1923)
Trat 1894 unter Finanzminister Ernst von Plener in das k.k. Finanzministerium ein; Plener als erster ministerialer Vorgesetzter und politischer Förderer der Karriere im Beamtenapparat.[2]
- 1895Carl Samuel Grünhut(1844–1929) · Wiener Rechtswissenschaft
Wurde 1895 nach seiner Konversion zum Katholizismus Schwiegersohn des an der Universität Wien lehrenden Professors für Handelsrecht Carl Samuel Grünhut (1844-1929).
- 1895–1897
Sieghart diente ab 1894 im k.k. Finanzministerium, in dessen Steuerreform-Arbeit Böhm-Bawerk die treibende Kraft war, und wechselte 1897 ins Ministerratspräsidium — der Beginn seines Aufstiegs unter Körber (NDB Bd. 24, 2010, S. 353 f.).
- 1900–1904Ernest von Koerber(1850–1919)
Als engster Mitarbeiter von Ministerpräsident Ernest von Körber (1850-1919) spielte Sieghart eine machtvolle und mitunter umstrittene Rolle, vor allem bei Personalentscheidungen für Spitzenpositionen in der Bürokratie.[2]
- 1921–1929
Reisch wurde 1921 Vizepräsident der Allgemeinen Boden-Credit-Anstalt unter Präsident Sieghart. Ab 1922 als OeNB-Präsident gleichzeitig zentraler Bankenregulator und Refinanzierer für Siegharts BCA bis zum Zusammenbruch 1929 (OeBL).
Rudolf Sieghart im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN16 Belege · 3 Quellen
- [3]Ableitinger, Diss. Graz 1964 - Sieghart und seine Taetigkeit im Ministerratspraesidium
Wirkungsorte
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Rudolf Sieghart. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026, von https://mises.at/rudolf-sieghart
- Chicago
- “Rudolf Sieghart.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026. https://mises.at/rudolf-sieghart.
- Deutsche historische Zitierweise
- Rudolf Sieghart, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/rudolf-sieghart (abgerufen am 13. Oktober 2026).

