Robert Meyer
Leben und Werk
- 1. Januar 1855
in Wien - 1. Januar 1914
- 2. Generation
Stationen
- 1872Matura am Akademischen Gymnasium
Maturierte 1872 am Akademischen Gymnasium in Wien; Klassenkollegen waren u. a. der spätere Staatspräsident Tomáš Garrigue Masaryk und Minister Franz Klein.[5]
- 1877–1910Beamtenlaufbahn in der Finanzverwaltung
Mustergültige Beamtenlaufbahn in der Finanzverwaltung, brachte es bis zum Sektionschef.
- 1884Habilitationsschrift „Die Principien der gerechten Besteuerung"
Habilitationsschrift „Die Principien der gerechten Besteuerung in der neueren Steuertheorie" (Berlin 1884), als subjektivistischer Werttheoretiker; spätere Grundlage der Reform der direkten Personalsteuer mit Eugen von Böhm-Bawerk.
- 1884Habilitation für Finanzwissenschaft
Habilitierte sich 1884 als Privatdozent für Finanzwissenschaft, Nationalökonomie und Statistik an der Universität Wien.[5]
- 1885–1895Lehrtätigkeit an der Wiener Handelsakademie
Lehrte 1885 bis 1895 an der Wiener Handelsakademie.[1]
- 1887Erweiterung der Lehrbefugnis auf Politische Ökonomie
Lehrbefugnis 1887 auf Politische Ökonomie erweitert; lehrte als Finanzwissenschafter an der Universität Wien und an anderen Wiener Bildungsstätten.
- 1887„Das Wesen des Einkommens"
Erscheinen von „Das Wesen des Einkommens. Eine volkswirthschaftliche Untersuchung" (Berlin 1887).[2]
- 1887–1914Lehrtätigkeit Universität Wien— ungefähr
Lehrte als Finanzwissenschafter an der Universität Wien und an weiteren Wiener Bildungsstätten.
- 1890–1900Lehrtätigkeit an der Konsularakademie
Lehrte 1890 bis 1900 an der Orientalischen bzw. Konsularakademie in Wien.[1]
- 1899Sektionschef im Finanzministerium
Wurde 1899 zum Sektionschef im k.k. Finanzministerium ernannt und leitete die Abteilung für direkte Steuern.[1]
- 1901„Das Zeitverhältnis zwischen der Steuer und dem Einkommen"
Erscheinen von „Das Zeitverhältnis zwischen der Steuer und dem Einkommen" (Wien 1901).[3]
- 1901–1914Honorarprofessor an der Universität Wien
1901 zum Honorarprofessor an der Universität Wien ernannt; lehrte bis zum Tod.[5]
- 1910Präsident der Statistischen Zentralkommission und Finanzminister
Wurde 1910 Präsident der Statistischen Zentralkommission und für kurze Zeit auch Finanzminister; trat danach in den Ruhestand.[5]
- 1911–1914Erneut Präsident der Statistischen Zentralkommission
Ein Jahr nach dem Ruhestand erneut zum Präsidenten der Statistischen Zentralkommission berufen, behielt das Amt bis zum Tode.[5]
- 1911–1914Mitherausgeber der Zeitschrift für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung
Ab 1911 fungierte er als Mitherausgeber der Zeitschrift für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung.
Beeinflussungen
- —
Wird in der dogmenhistorischen Literatur zur Wiener Steuertheorie gemeinsam mit Emil Sax als die beiden herausragenden österreichischen Steuertheoretiker behandelt; beide entwickelten parallel eine grenznutzenbasierte Finanzwissenschaft.[4]
- —
Setzte als subjektivistischer Werttheoretiker bei der Reform der direkten Personalsteuer gemeinsam mit Eugen von Böhm-Bawerk als leitenden Beamten die Steuerprogression praktisch um.
Robert Meyer im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN18 Belege · 3 Quellen
- [2]Meyer (1887): Das Wesen des Einkommens
- [3]Meyer (1901): Das Zeitverhältnis zwischen der Steuer und dem Einkommen
- [4]Karsten von Blumenthal: Die Steuertheorien der Austrian Economics
Wirkungsorte
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Robert Meyer. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 15. Oktober 2026, von https://mises.at/robert-meyer
- Chicago
- “Robert Meyer.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 15. Oktober 2026. https://mises.at/robert-meyer.
- Deutsche historische Zitierweise
- Robert Meyer, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/robert-meyer (abgerufen am 15. Oktober 2026).
