Karel Engliš
Leben und Werk
- 17. August 1880
- 13. Juni 1961
- 3. Generation
Stationen
- 1899–1904Jus-Studium
Rechtswissenschaft an der tschechischen Juristischen Fakultät der Karlo-Ferdinandeischen Universität, prägender Lehrer: Albín Bráf.
- 1904Studienaufenthalt München
Hauslehrer des Grafen Rudolf Czernin, hört Vorlesungen bei Lujo Brentano (jüngere Deutsche Historische Schule).
- 1910Habilitation für Nationalökonomie
An der tschechischen Technischen Hochschule Brünn unter Jan Koloušek, Habilitationsschrift über Tariflöhne aus nationalökonomischer Sicht.
- 1911–1918Professor an der Technischen Hochschule
Ab 1911 ausserordentlicher, ab 1917 ordentlicher Professor für Nationalökonomie an der tschechischen Technischen Hochschule Brünn.
- 1919–1939Ordinarius an der Masaryk-Universität
Mitgründer und Ordinarius für Nationalökonomie an der Juridischen Fakultät der neu errichteten Masaryk-Universität; Dekan 1921/22 und 1925/26.
- 1919–1920Erster Rektor der Masaryk-Universität
Konstituierender Rektor der Masaryk-Universität Brünn im Gründungsjahr.
- 1920–1931Finanzminister der Tschechoslowakei
Sechsmal Finanzminister zwischen 1920 und 1931 (u. a. Regierung Tusar I, Černý I, Švehla II/III, Udržal); Steuerreform 1927, Krisenbewältigung 1929–1931.
- 1934–1939Gouverneur der tschechoslowakischen Nationalbank
23. Februar 1934 bis 20. Februar 1939; setzt 1934 die erste Abwertung der Krone durch; Rücktritt nach der deutschen Besetzung.
- 1939–1948Ordinarius an der Karls-Universität
Professor für Nationalökonomie an der Juridischen Fakultät der Karls-Universität Prag.
- 1947–1948Rektor der Karls-Universität
Rektor von Dezember 1947 bis 27. Februar 1948, zwei Tage nach dem kommunistischen Februar-Umsturz erzwungener Rücktritt.
- 1952–1961Zwangsverbannung in den Geburtsort
1952 administrativ aus Prag nach Hrabyně zwangsverlegt; Werke aus öffentlichen Bibliotheken entfernt, Pension drastisch gekürzt; stirbt dort 1961 verarmt.
- 1961Tod in Hrabyně
Stirbt am 13. Juni 1961 in seinem Geburtsort.
Beeinflussungen
- 1899–1904Albín Bráf
Bráf war an der tschechischen Juristischen Fakultät der Karlo-Ferdinandeischen Universität Engliš' prägender Lehrer und vermittelte ihm 1904 eine Stelle am Landes-Statistischen Amt.
- 1904–1904Lujo Brentano
Während eines Aufenthalts in München als Hauslehrer des Grafen Czernin hörte Engliš Vorlesungen bei Brentano (jüngere Deutsche Historische Schule).
- 1910–1910Jan Koloušek
Koloušek war Habilitations-Betreuer für Engliš' Schrift über Tariflöhne an der tschechischen Technischen Hochschule Brünn; nach Koloušeks Weggang 1911 übernahm Engliš den Lehrstuhl.
Karel Engliš im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Karel Engliš. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026, von https://mises.at/karel-englis
- Chicago
- “Karel Engliš.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026. https://mises.at/karel-englis.
- Deutsche historische Zitierweise
- Karel Engliš, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/karel-englis (abgerufen am 13. Oktober 2026).
