FOLIO I · DENKER · GEN. 02 · N° 018

Julius Landesberger

Werke
5
Artikel
6
Generation
2.
Porträt von Julius Landesberger
FOL. 02 · N° 018 · Julius Landesberger
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Das Rechtsstudium an der Universität Wien schloss er 1889 mit einer Promotion „sub auspiciis imperatoris“ ab. Selbstbewusst ließ er bereits seine Promotionsrede publizieren, ging in der Folge in die Anwaltschaft und veröffentlichte nach und nach mehrere Beiträge zur Geld- und Währungspolitik. Nach seiner Habilitation wurde Landesberger im Rahmen seiner Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt zu einem gefragten Spezialisten für Kartellrecht. Nach seiner Nobilitierung 1906 („von Antburg“) berief man ihn in den Generalrat der Anglo-Österreichischen Bank, zu deren Präsident er avancierte. Auf dem deutschen Juristentag von 1902 prägte er in Anlehnung an das englische Wort „concern“ den bis heute üblichen Begriff „Konzern“.
Metadaten
4. März 1865
in Lemberg
21. Juni 1920
in Wien
2. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1865
    1865
    Geburt

    Geboren am 4. März 1865 in Lemberg.

  2. 1889
    1889
    Promotion sub auspiciis imperatoris

    Schloss das Rechtsstudium an der Universität Wien 1889 mit einer Promotion „sub auspiciis imperatoris“ ab und ließ seine Promotionsrede publizieren.

  3. 1889
    1889
    Anwaltschaft, Beiträge zur Geld- und Währungspolitik— ungefähr

    Ging nach der Promotion in die Anwaltschaft und veröffentlichte nach und nach mehrere Beiträge zur Geld- und Währungspolitik.

  4. 1894
    1894
    Austritt aus jüdischer Gemeinde— ungefähr

    Trat 1894 aus der Israelitischen Kultusgemeinde aus.

  5. 1895
    1895
    Habilitation Universität Wien

    Habilitation für Politische Ökonomie an der Universität Wien 1895; im Rahmen seiner Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt wurde er zu einem gefragten Spezialisten für Kartellrecht.

  6. 1902
    1902
    Prägung des Begriffs „Konzern“

    Auf dem 26. Deutschen Juristentag 1902 in Berlin prägte Landesberger in seinem Vortrag über „Die rechtliche Behandlung der industriellen Kartelle“ in Anlehnung an das englische Wort „concern“ den bis heute üblichen Begriff „Konzern“.

  7. 1902
    1902
    Tit. außerordentlicher Professor

    1902 Verleihung des Titels eines außerordentlichen Professors für Politische Ökonomie an der Universität Wien.[1]

  8. ⁦1906–1920⁩
    ⁦1906–1920⁩
    Generalrat, später Präsident der Anglo-Österreichischen Bank

    Berufung in den Generalrat der Anglo-Österreichischen Bank, zu deren Präsident Landesberger später avancierte.

  9. 1916
    1916
    Nobilitierung „von Antburg“

    Am 27. April 1916 von Kaiser Franz Joseph in den erblichen österreichischen Adelsstand erhoben mit dem Prädikat „von Antburg“ und einem Wappen – als Anerkennung für seine Verdienste bei der Reorganisation der Franz-Josefs-Bahn.

  10. 1919
    1919
    Mitglied österreichische Friedenskonferenz-Delegation— ungefähr

    1919 Mitglied der österreichischen Delegation zur Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg.

  11. 1920
    1920
    Tod

    Gestorben am 21. Juni 1920 in Wien.

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. —
    —

    Wikipedia DE bestätigt: Landesberger gehörte zur Österreichischen Schule und war Schüler Carl Mengers an der Universität Wien.[2]

Julius Landesberger im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN2 Belege · 2 Quellen
  • [2]Schulak/Unterköfler 2011: Austrian School of Economics, S. 58 f.
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1880er
1889
Über die geschichtliche Entwicklung des Rechtsstaates
OriginalDeutsch
1890er
1891
Währungssystem und Relation. Beiträge zur Währungsreform in Österreich-Ungarn
OriginalDeutsch
1892
Ueber die Goldprämien-Politik der Zettelbanken. Denkschrift erstattet zur Valuta-Reform in Oesterreich-Ungarn
OriginalDeutsch
1910er
1913
Die inakzeptable Tratte und das Recht auf Deckung
OriginalDeutsch
1915
Der Krieg und die Volkswirtschaft
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 6 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1890er
1890
[Rezension zu] Michele di Gisira: L'equilibrio europeo studiato ne' trattati de' secoli XVI e XVII
OriginalDeutsch
1891
[Rezension zu] Georg Meyer: Der Antheil der Reichsorgane an der Reichsgesetzgebung
OriginalDeutsch
[Rezension zu] J. Sieber: Das Recht der Expropriation mit besonderer Berücksichtigung der schweizerischen Rechte
OriginalDeutsch
1895
The German Silver Commission
OriginalEnglisch
1910er
1912
Zur Reform des österreichischen Aktienrechtes
OriginalDeutsch
1915
Das Geld- und Kreditwesen Österreich-Ungarns im Kriege
OriginalDeutsch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise