FOLIO I · DENKER · GEN. 02 · N° 016

Hermann von Schullern zu Schrattenhofen

Werke
8
Artikel
148
Generation
2.
Porträt von Hermann von Schullern zu Schrattenhofen
FOL. 02 · N° 016 · Hermann von Schullern zu Schrattenhofen
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Nach einer juristischen Praxis erhielt der gebürtige Tiroler 1889 in Innsbruck die venia legendi für Nationalökonomie, die 1892 auf die Universität Wien übertragen und 1895 auf die gesamte Politische Ökonomie ausgeweitet wurde. In der Folge arbeitete er in Wien in der Statistischen Zentralkommission und nahm ab 1899 die nationalökonomischen Lehrstühle an der Technischen Hochschule, an der Hochschule für Bodenkultur und ab 1915 an der Universität Innsbruck ein. Von 1903 bis 1905 bekleidete er das Amt des Rektors der Hochschule für Bodenkultur in Wien und von 1922 bis 1925 das des Rektors der Universität Innsbruck. Schullern zu Schrattenhofen, der in jungen Jahren noch kämpferisch die Grenznutzenlehre vertrat, wandte sich im Alter zunehmend der Agrarpolitik und der Agrargeschichte zu. Sein leicht lesbares Lehrbuch Grundzüge der Volkswirtschaftslehre (1911) basiert auf der subjektivistischen Wertlehre.
Metadaten
24. Juli 1861
in Innsbruck
14. April 1931
2. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1861
    1861
    Geburt

    Geboren am 24. Juli 1861 in Innsbruck.[1]

  2. ⁦1879–1883⁩
    ⁦1879–1883⁩
    Studium der Rechtswissenschaft

    Studium der Rechts- und Staatswissenschaft an der Universität Innsbruck (1879–1883).[1]

  3. 1884
    1884
    Promotion zum Dr. jur.

    1884 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Innsbruck. Anschließend juristische Praxis.[1]

  4. 1889
    1889
    Venia legendi für Nationalökonomie

    1889 in Innsbruck venia legendi für Nationalökonomie nach juristischer Praxis.[1]

  5. 1892
    1892
    Übertragung der venia legendi auf die Universität Wien

    1892 Übertragung der venia legendi auf die Universität Wien.

  6. 1895
    1895
    Erweiterung auf die gesamte Politische Ökonomie

    1895 Erweiterung der venia legendi auf die gesamte Politische Ökonomie.

  7. 1895
    1895
    Statistische Zentralkommission— inferiert

    Tätigkeit in der Statistischen Zentralkommission in Wien.

  8. 1899
    1899
    Lehrstuhl Technische Hochschule Brünn— ungefähr

    1899 Berufung an die Deutsche Technische Hochschule Brünn.[1]

  9. ⁦1901–1915⁩
    ⁦1901–1915⁩
    Lehrstuhl Hochschule für Bodenkultur Wien

    Von 1901 bis 1915 Lehrstuhl an der Hochschule für Bodenkultur in Wien (parallel auch nationalökonomische Lehre an der Technischen Hochschule).[1]

  10. ⁦1903–1905⁩
    ⁦1903–1905⁩
    Rektor der Hochschule für Bodenkultur

    Von 1903 bis 1905 Rektor der Hochschule für Bodenkultur in Wien.[1]

  11. 1904
    1904
    Hofrats-Titel— ungefähr

    1904 Verleihung des Amtstitels Hofrat im Zuge seiner Tätigkeit als Referent im Ackerbauministerium.[1]

  12. 1911
    1911
    „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“

    Erscheinen des Lehrbuchs „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“ auf Basis der subjektivistischen Wertlehre.

  13. ⁦1915–1931⁩
    ⁦1915–1931⁩
    Lehrstuhl an der Universität Innsbruck

    Ab 1915 nationalökonomischer Lehrstuhl an der Universität Innsbruck.

  14. 1916
    1916
    Komtur Franz-Joseph-Orden— inferiert

    1916 Komtur des kaiserlich österreichischen Franz-Joseph-Ordens.

  15. ⁦1922–1925⁩
    ⁦1922–1925⁩
    Rektor der Universität Innsbruck

    Von 1922 bis 1925 Rektor der Universität Innsbruck.[1]

  16. 1924
    1924
    „Agrarpolitik“

    Erscheinen von „Agrarpolitik“ (1924); Hinwendung zu agrarhistorischen und agrarpolitischen Fragen.[1]

  17. 1931
    1931
    Tod

    Gestorben am 14. April 1931 in Innsbruck.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. —
    —

    Schüler Eugen Böhm-Bawerks während dessen Innsbrucker Lehrtätigkeit; auf dieser Grundlage erhielt er 1889 die venia legendi für Nationalökonomie und wandte sich der Grenznutzenschule zu.[1]

Hermann von Schullern zu Schrattenhofen im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN12 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1880er
1889
Untersuchungen über Begriff und Wesen der Grundrente
OriginalDeutsch
1890er
1891
Die theoretische Nationalökonomie Italiens in neuester Zeit
OriginalDeutsch
1895
Über einige Familien des tirolischen Beamtenadels [In: Jahrbuch der Gesellschaft »Adler«]
OriginalDeutsch
1900er
1908
Das Kolonat in Görz und Gradisca
OriginalDeutsch
1910er
1911
Grundzüge der Volkswirtschaftslehre
OriginalDeutsch
1918
Bemerkungen zur österreichischen Vermögenssteuer
OriginalDeutsch
1919
Deutsch-Tirol ein selbständiger Staat?
OriginalDeutsch
1920er
1924
Agrarpolitik
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 148 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1880er
1885
Die Lehre von den Produktionselementen und der Sozialismus
OriginalDeutsch
1890er
1891
[Rezension zu Eduard Hammer: Ein Beitrag zur Lösung der Währungsfrage]
OriginalDeutsch
[Rezension zu Josef Grunzel: Die commercielle Entwickelung Chinas in den letzten 25 Jahren]
OriginalDeutsch
[Sammelbesprechung von Max Wirth: Geschichte der Handelskrisen, und Clément Juglar: Des crises commerciales et de leur retour périodique en France, en Angleterre et aux États-Unis]
OriginalDeutsch
1892
[Rezension zu Adolf Jäger: Die sociale Frage]
OriginalDeutsch
[Rezension zu Annuario statistico Italiano 1889–90]
OriginalDeutsch
[Rezension zu C. A. Conigliani: Note storiche sulla questione giuridica dei pagamenti monetarii]
OriginalDeutsch
[Rezension zu Carlo Francesco Ferraris: Principii di scienza bancaria]
OriginalDeutsch
[Rezension zu Emanuel Herrmann: Miniaturbilder aus dem Gebiete der Wirtschaft]
OriginalDeutsch
[Rezension zu Emilio Cossa: La diminuzione delle ore di lavoro nei suoi rapporti con la soluzione del problema sociale]
OriginalDeutsch
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