FOLIO I · DENKER · GEN. 04 · N° 029

Hans Bayer

Werke
18
Artikel
5
Generation
4.
HB
FOL. 04 · N° 029 · Hans Bayer
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Bayer, Sohn eines Wiener Hofrats, promovierte 1924 in Staatswissenschaften und wurde Assistent bei Mayer. 1929 erwarb er ein juristisches Doktorat an der Universität Innsbruck und konnte sich noch im selben Jahr mit einer Arbeit über Die Lausanner Schule und die Österreichische Schule der Nationalökonomie in Wien habilitieren. Danach fungierte er als Rechtskonsulent im Niederösterreichischen Gewerbeverein, als Generalsekretär der Hoteliersvereinigung und ab 1934 als Sekretär in der Kammer für Arbeiter und Angestellte. 1937 erlangte er eine außerordentliche Professur in Innsbruck, wurde jedoch unmittelbar nach dem Anschluss zwangsweise beurlaubt und ins Ministerium versetzt. Nach dem Krieg kehrte er als Professor nach Innsbruck zurück und wechselte 1956 in die Leitung der Sozialakademie in Dortmund. Bereits in den frühen 30er-Jahren entfernte sich Bayer zunehmend vom Forschungsprogramm der Österreichischen Schule, beschäftigte sich mit Fragen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und arrangierte sich mit dem Ständestaat. Zwar zeigte er weiterhin Sympathien für die Österreichische Schule, blieb aber inhaltlich auf Distanz und folgte dem keynesianischen Mainstream.
Metadaten
3. Februar 1903
in Wien
5. Mai 1965
4. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1903
    1903
    Geburt

    Geboren am 3. Februar 1903 in Wien als Sohn eines Wiener Hofrats.[1]

  2. 1924
    1924
    Promotion in Staatswissenschaften

    Promotion 1924 in Staatswissenschaften. Anschließend Assistent bei Hans Mayer.[2]

  3. 1929
    1929
    Juristisches Doktorat Innsbruck

    1929 erwarb er ein juristisches Doktorat an der Universität Innsbruck.

  4. 1929
    1929
    Habilitation in Wien

    Habilitation 1929 in Wien mit der Arbeit „Die Lausanner Schule und die Österreichische Schule der Nationalökonomie“.

  5. 1929
    1929
    Rechtskonsulent und Generalsekretär— ungefähr

    Nach Habilitation Rechtskonsulent im Niederösterreichischen Gewerbeverein und Generalsekretär der Hoteliersvereinigung.

  6. 1934
    1934
    Sekretär in der Kammer für Arbeiter und Angestellte

    Ab 1934 als Sekretär in der Kammer für Arbeiter und Angestellte.

  7. ⁦1937–1938⁩
    ⁦1937–1938⁩
    Außerordentliche Professur in Innsbruck

    1937 erlangte Bayer eine außerordentliche Professur in Innsbruck.[2]

  8. 1938
    1938
    Zwangsbeurlaubung nach Anschluss

    Unmittelbar nach dem Anschluss zwangsweise beurlaubt und ins Ministerium versetzt.

  9. ⁦1945–1956⁩
    ⁦1945–1956⁩
    Professur Innsbruck nach dem Krieg

    Nach dem Krieg kehrte er als Professor nach Innsbruck zurück.[1]

  10. ⁦1956–1965⁩
    ⁦1956–1965⁩
    Leitung der Sozialakademie Dortmund

    Wechselte 1956 in die Leitung der Sozialakademie in Dortmund.[1]

  11. 1965
    1965
    Tod

    Gestorben am 5. Mai 1965 in Rom.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Für Hans Bayer sind in den durchsuchten Quellen keine namentlich belegten Beziehungen verzeichnet.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN7 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1920er
1929
Strukturwandlungen der österreichischen Volkswirtschaft nach dem Kriege
OriginalDeutsch
1930er
1935
Der berufständische Aufbau in Österreich
OriginalDeutsch
1937
Geld und Kredit
OriginalDeutsch
Österreichisches Arbeitsrecht
OriginalDeutsch
1940er
1947
Die Zukunft der österreichischen Volkswirtschaft
OriginalDeutsch
Sozialisierung und Planwirtschaft
OriginalDeutsch
1948
Das Jahr 48: Ein Buch der Erinnerung [Hrsg.]
OriginalDeutsch
1950er
1952
Gemeinwirtschaft in Österreich
OriginalDeutsch
Gewinnbeteiligung
OriginalDeutsch
1956
Technik und Gemeinwirtschaft
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 5 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1920er
1929
Lausanner und Österreichische Schule der Nationalökonomie, in ZfGS
OriginalDeutsch
1930er
1930
Behaviorismus und die psychologischen Grundlagen der österreichischen Schule, in Zeitschrift für Nationalökonomie
OriginalDeutsch
1932
Das Grundproblem einer Theorie der Wirtschaftsänderungen
OriginalDeutsch
1937
Lockerung der Einfuhrverbote (ein Beitrag zu den aktuellen Fragen der Aussenhandelspolitik)
OriginalDeutsch
1940er
1949
Die Bedeutung der österreichischen Schule der Nationalökonomie für die modernen Wirtschaftswissenschaften, in Neue Beiträge zur Wirtschaftshistorie
OriginalDeutsch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise