FOLIO I · DENKER · GEN. 04 · N° 044

G.L.S. Shackle

Werke
15
Artikel
88
Generation
4.
Porträt von G.L.S. Shackle
FOL. 04 · N° 044 · G.L.S. Shackle
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Shackles Vater war Mathematik Lehrer und bereitete John Maynard Keynes auf ein Stipendium am Eton College vor. Da seine Eltern es sich nicht leisten konnten, ihn während seines Studiums zu unterstützen, arbeitete er als Bankangestellter. Während einer Ausbildung zum Lehrer studierte er nebenbei für einen BA-Abschluss an der University of London, den er 1931 erlangte. Er begann seine Doktorarbeit unter der Leitung Friedrich Hayeks an der LSE, wechselte allerdings dann zu einer Interpretation von Keynes General Theory of Employment, Interest and Money. Er erlangte den Dokotrgrad 1937. Nach einigen akademischen Posten wurde Shackle nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 in den S-Branch berufen, Winston Churchills innerer Zirkel von Ökonomen. Nach dem Krieg war er Inhaber der Brunner-Professur an der University of Liverpool bis zu seiner Emeritierung 1969. Nachdem Shackle seine Doktorarbeit unter Hayek begonnen hatte, wandte er sich in der Folge dem radikalen Subjektivismus zu und trieb diesen bis zum Nihilismus weiter.
Metadaten
14. Juni 1903
3. März 1992
4. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1903
    1903
    Geburt

    Geboren am 14. Juli 1903 in Cambridge. Sein Vater war Mathematiklehrer und bereitete John Maynard Keynes auf ein Stipendium am Eton College vor.

  2. 1914
    1914
    Perse School Cambridge— inferiert

    Besuchte die Perse School in Cambridge, musste das Studium aber aus finanziellen Gründen abbrechen und arbeitete als Bankangestellter.[1]

  3. 1931
    1931
    BA-Abschluss University of London

    Da seine Eltern ihn nicht unterstützen konnten, arbeitete Shackle als Bankangestellter und studierte während einer Lehrer-Ausbildung nebenbei für einen BA-Abschluss an der University of London, den er 1931 erlangte.

  4. 1937
    1937
    Doktorat an der LSE

    Begann seine Doktorarbeit unter Friedrich Hayek an der LSE, wechselte dann zu einer Interpretation von Keynes' General Theory of Employment, Interest and Money. Doktorgrad 1937.

  5. ⁦1939–1945⁩
    ⁦1939–1945⁩
    Berufung in den S-Branch

    Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 in den S-Branch berufen, Winston Churchills inneren Zirkel von Ökonomen.

  6. ⁦1945–1950⁩
    ⁦1945–1950⁩
    Cabinet Office und University of Leeds— ungefähr

    Nach Kriegsende Anstellungen im Cabinet Office und an der University of Leeds vor der Berufung nach Liverpool.[1]

  7. ⁦1951–1969⁩
    ⁦1951–1969⁩
    Brunner-Professur University of Liverpool

    Inhaber der Brunner-Professur für Volkswirtschaftslehre an der University of Liverpool von 1951 bis zur Emeritierung 1969.

  8. 1992
    1992
    Tod

    Gestorben am 3. März 1992 im Alter von 88 Jahren in Aldeburgh, Suffolk; sein wissenschaftlicher Nachlass befindet sich in der Cambridge University Library.

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 3
  1. —
    —

    Shackle begann seine Doktorarbeit unter der Leitung Friedrich Hayeks an der LSE, wechselte dann allerdings zu einer Interpretation von Keynes' General Theory of Employment, Interest and Money und erlangte den Doktorgrad 1937.

  2. —
    —
    Gunnar Myrdal⁦(1898–1987)⁩ · Schwedische Schule

    Gunnar Myrdal beeinflusste Shackles Denken besonders im Hinblick auf die ex-ante / ex-post Analyse.[1]

  3. —
    —
    John Maynard Keynes⁦(1883–1946)⁩ · Cambridge School

    Shackle wechselte während seiner Doktorarbeit zu einer Interpretation von Keynes' General Theory of Employment, Interest and Money.

G.L.S. Shackle im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN4 Belege · 1 Quelle
  • [1]Earl: G. L. S. Shackle (Palgrave-Biographie) · 3×
  • [2]Shackle: A Student's Pilgrimage (Selbstbiographische Rückschau)
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1930er
1938
Expectations, Investment and Income
OriginalEnglisch
1940er
1949
Expectations in Economics
OriginalEnglisch
1950er
1952
Mathematics at the Fireside
OriginalEnglisch
1958
A New Prospect of Economics
OriginalEnglisch
1960er
1967
The Years of High Theory: Invention and Tradition in Economic Thought 1926-1939
OriginalEnglisch
1968
A Scheme of Economic Theory
OriginalEnglisch
Economics for Pleasure
OriginalDeutsch
Expectations Investment and Income
OriginalEnglisch
1969
Decision order and time in human affairs
OriginalEnglisch
1970er
1970
Dieses Lehrbuch entwickelt eine Theorie der Unternehmung, des Entscheidungszentrums, das entscheidet, was produziert werden soll, in welchen Mengen und durch welche Kombination von Inputs. Shackle legt zunächst das orthodoxe Instrumentarium der Maximierung unter vollständigem Wissen dar: die Messung der Produktion, Leontief-Input-Output-Matrizen, Produktionsfunktionen, Kosten- und Erlöskurven sowie die erstmals von Cournot formulierte Bedingung, dass die Grenzkosten dem Grenzerlös gleich sind. Anschließend wendet er sich seinem zentralen Thema zu, der Entscheidung unter Unsicherheit. Da Investitionen langlebige Ausrüstung an eine unerkennbare Zukunft binden, kann sich der Unternehmer nicht auf die Wahrscheinlichkeit verlassen, die wiederholbare Experimente voraussetzt. Stattdessen schlägt Shackle die potenzielle Überraschung, die Ascendancy und die Fokuswerte vor und wendet sie auf die Diskontierung, den Umfang der Investition, die Kreditaufnahme, die interdependente Entscheidungsfindung im Duopol und das von Edgeworth analysierte Verhandeln an. Ein abschließendes Kapitel fügt die daraus resultierenden Begriffe von Gewinn und Gleichgewicht zu einem einheitlichen Schema zusammen.
OriginalEnglisch
ARTIKEL · 88 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1930er
1933
Some notes on monetary theories of the trade cycle
OriginalEnglisch
1936
The breakdown of the boom: a possible mechanism
OriginalEnglisch
1937
Dynamics of the crisis: a suggestion
OriginalEnglisch
1938
[Rezension zu] A. Dahlberg: When Capital goes on Strike
OriginalEnglisch
1939
[Rezension zu] H. S. Dennison u. a.: Toward Full Employment
OriginalEnglisch
[Rezension zu] R. J. Saulnier: Contemporary Monetary Theory
OriginalEnglisch
Expectations and employment
OriginalEnglisch
The multiplier in closed and open systems
OriginalEnglisch
1940er
1940
[Rezension zu] Erik Lindahl: Studies in the Theory of Money and Capital
OriginalEnglisch
[Rezension zu] John Strachey: A Programme for Progress
OriginalEnglisch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise