Eugen Philippovich von Philippsberg
Leben und Werk
- 15. März 1858
in Wien - 4. Juni 1917
- 2. Generation
Stationen
- 1858Geburt
Geboren am 15. März 1858 in Wien als Abkömmling einer österreichisch-bosnischen Offiziersfamilie; wuchs als Halbwaise auf.[1]
- 1876Theresianum und Studium der Rechtswissenschaft— inferiert
Absolvierte das Theresianum sowie das rechtswissenschaftliche Studium in Wien.
- 1879Studium der Rechtswissenschaft
Beginn des rechtswissenschaftlichen Studiums an den Universitäten Graz und Wien.[1]
- 1884Habilitation für Politische Ökonomie
Habilitation an der Universität Wien für Politische Ökonomie mit einer Untersuchung zur Bank von England (nach Studienaufenthalten in Berlin und London).[1]
- 1885Professur in Freiburg
Außerordentliche und später ordentliche Professur an der Universität Freiburg; orientierte sich dort werttheoretisch und methodologisch stark an Menger.[1]
- 1888Ordentlicher Professor Freiburg
Ordentlicher Professor der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg.[1]
- 1893„Grundriß der Politischen Ökonomie“
Erscheinen des überaus erfolgreichen Lehrbuchs „Grundriß der Politischen Ökonomie“, mit dem Philippovich die Österreichische Schule effektiv förderte.
- 1895–1896Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät
Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.[1]
- 1896Mitbegründer der Sozialpolitischen Partei
Als Mitglied der Wiener Fabier-Gesellschaft 1896 Mitbegründer der Sozialpolitischen Partei; eine Legislaturperiode lang Abgeordneter im Niederösterreichischen Landtag.
- 1904Mitglied der Akademie der Wissenschaften
Aufnahme in die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien.[1]
- 1904–1917Mitherausgeber der „Zeitschrift für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung“
Von 1904 bis 1917 Mitherausgeber der „Zeitschrift für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung“; über viele Jahre Vorsitzender der Gesellschaft der Österreichischen Volkswirthe.
- 1907–1908Dekan (zweite Amtszeit)
Erneut Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät 1907/08.[1]
- 1915Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
Aufnahme in die Ungarische Akademie der Wissenschaften.[1]
Beeinflussungen
- —Gustav von Schmoller(1838–1917) · Jüngere Historische Schule
Philippovich gehörte im Verein für Socialpolitik dem „Wiener Flügel“ an, der gegenüber Schmollers preußisch-historischer Linie eine theoretisch fundierte Sozialpolitik vertrat; 1908 wurde Schmoller eine Festschrift gewidmet, an der auch Philippovich beteiligt war – die Antipoden-Beziehung war damit zugleich Verhandlungsbeziehung.[1]
- 1901–1906
Wandte sich während des Wiener Studiums unter dem Einfluss Eugen Philippovich von Philippsbergs der Nationalökonomie zu; Philippovich gehörte neben Wieser und Böhm-Bawerk zum Kreis der prägenden Menger-Schüler an der Universität Wien.[2]
- 1904–1906
Somary war 1904-1906 Assistent Philippovichs an der Universität Wien; Philippovich vermittelte ihm später die Stelle des Assistenten des Präsidenten an der Anglo-Österreichischen Bank.
- 1913
Philippovich war 1913 als Lehrstuhlinhaber für Politische Ökonomie der formelle Habilitationsbetreuer Mises' an der Universität Wien (Aufgabenhinweis aus Pipeline-Briefing).
- —
Emil Lederer studierte ökonomische Theorie an der Universität Wien u. a. bei Philippovich, Wieser und Böhm-Bawerk.[6]
- 1894Max Weber(1864–1920) · Heidelberger Schule
Max Weber folgte Philippovich 1894 auf den Lehrstuhl in Freiburg im Breisgau nach.[3]
Eugen Philippovich von Philippsberg im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN23 Belege · 3 Quellen
Wirkungsorte
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Eugen Philippovich von Philippsberg. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026, von https://mises.at/eugen-philippovich-von-philippsberg
- Chicago
- “Eugen Philippovich von Philippsberg.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026. https://mises.at/eugen-philippovich-von-philippsberg.
- Deutsche historische Zitierweise
- Eugen Philippovich von Philippsberg, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/eugen-philippovich-von-philippsberg (abgerufen am 13. Oktober 2026).

