Emil Sax
Leben und Werk
- 8. Februar 1845
- 25. März 1927
- 2. Generation
Stationen
- 1845Geburt
Geboren am 8. Februar 1845 in Jauernig (Österreichisch-Schlesien, heute Javorník-Janský Vrch in Tschechien) in einer Tuchmacher- und Beamtenfamilie.[1]
- 1862–1866Studium der Rechtswissenschaft
Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.[1]
- 1867Sekretär österreichische Kommission Pariser Weltausstellung
Sekretär der österreichischen Kommission auf der Pariser Weltausstellung 1867.[1]
- 1870Habilitation am Polytechnikum Wien
Habilitation als Privatdozent für ausgewählte Gebiete der Politischen Ökonomie am Polytechnischen Institut in Wien.[1]
- 1870–1873Sekretär Wiener Handels- und Gewerbekammer
Tätigkeit als Sekretär der Wiener Handels- und Gewerbekammer.[1]
- 1874Privatdozent Universität Wien
Habilitation als Privatdozent für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Universität Wien.[1]
- 1874–1879Sekretär Kaiser-Ferdinand-Nordbahn
Sekretär in der Verwaltung der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn (rund sechs Jahre).[1]
- 1878–1879„Die Verkehrsmittel in Volks- und Staatswirtschaft“
Erscheinen des zweibändigen Werks „Die Verkehrsmittel in Volks- und Staatswirtschaft“.[1]
- 1879Außerordentlicher Professor Prag
Außerordentlicher Professor an der deutschen Karl-Ferdinand-Universität Prag.[1]
- 1879–1885Reichsratsabgeordneter
Abgeordneter im österreichischen Reichsrat (Deutsch-liberale Partei).[1]
- 1880Ordentlicher Professor Prag
Ordentlicher Professor der Politischen Ökonomie an der deutschen Karl-Ferdinand-Universität Prag.[1]
- 1887„Grundlegung der Theoretischen Staatswirthschaft“
Erscheinen eines seiner Hauptwerke, in dem Sax seine eigenständige Position innerhalb der Wiener Schule darlegte und das Wertgesetz auf wirtschaftliches Handeln in beliebiger Größenordnung anwandte.
- 1888–1889Professur in Prag
Als Professor in Prag begann Sax, die subjektivistische Werttheorie und den methodologischen Individualismus zu unterstützen und weiterzuentwickeln.[1]
- 1892–1893Rektor Universität Prag
Rektor der deutschen Karl-Ferdinand-Universität Prag im Studienjahr 1892/93.[1]
- 1893Abkehr von der Wiener Schule— inferiert
Wenige Jahre später grenzte Sax sich von der Österreichischen Schule ab und schied enttäuscht aus dem Universitätsleben aus.
- 1893Vorzeitige Pensionierung
Aufgabe der Lehrtätigkeit aufgrund zunehmender Schwerhörigkeit; Rückzug aus dem Universitätsleben.[1]
- 1916„Der Kapitalzins“
Erscheinen von „Der Kapitalzins“; Beleg für die im letzten Lebensjahrzehnt entfaltete produktive schriftstellerische Tätigkeit.[1]
- 1917Wiederaufnahme der Forschung— inferiert
Nach einer fast 20-jährigen Ruhepause nahm Sax seine Forschungen erneut auf und entfaltete im letzten Lebensjahrzehnt eine ungewöhnlich produktive schriftstellerische Tätigkeit.
Beeinflussungen
- 1894
Wurde 1894 in der Nachfolge von Emil Sax außerordentlicher Professor an der Deutschen Universität Prag.
- —
Bevor Sax sich Menger anschloss, war er „mehr dessen Konkurrent als dessen Mitstreiter“ in der österreichischen Nationalökonomie; später wurde er zum Mitstreiter im Methodenstreit, grenzte sich aber wenige Jahre nach 1887 von der Wiener Schule wieder ab.
- —
Wird in der dogmenhistorischen Literatur zur Wiener Steuertheorie gemeinsam mit Emil Sax als die beiden herausragenden österreichischen Steuertheoretiker behandelt; beide entwickelten parallel eine grenznutzenbasierte Finanzwissenschaft.[2]
Emil Sax im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN18 Belege · 2 Quellen
Wirkungsorte
Die Bücher
- Das Wesen und die Aufgaben der Nationalökonomie. Ein Beitrag zu den Grundproblemen dieser WissenschaftOriginalDeutsch
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Emil Sax. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026, von https://mises.at/emil-sax
- Chicago
- “Emil Sax.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 13. Oktober 2026. https://mises.at/emil-sax.
- Deutsche historische Zitierweise
- Emil Sax, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/emil-sax (abgerufen am 13. Oktober 2026).