Geboren am 18. September 1869 in Wien.
Vor dem Studium leistete Thurnwald Militärdienst.
Studierte nach dem Militärdienst Rechtswissenschaften, Nationalökonomie und orientalische Sprachen, unter anderem als Schüler Carl Mengers.
Promotion zum Dr. jur. an der Universität Wien.
Nahm nach der Promotion zunächst verschiedene Beamtentätigkeiten auf.
Trat 1896 in den öffentlichen Dienst ein, zunächst in Bosnien, später an der Handelskammer in Graz.[1]
Übersiedelte 1901 nach Berlin und begann eine Tätigkeit im Museum für Völkerkunde; betrieb ethnologische Studien und unternahm Forschungsreisen.
Erste große Feldforschungs-Expedition in die Salomon-Inseln und nach Mikronesien.[5]
Zweite große Feldforschungs-Expedition in das zentrale Neuguinea-Hochland; Thurnwald war als erster Europaeer in dieser Region.[6]
Habilitierte sich 1917 an der Universität Halle.
Begann 1924 eine Lehrtätigkeit in Berlin.
Gründete 1925 die „Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie", die später in „Sociologus" umbenannt wurde.[5]
1931 bis 1936 Gastvorlesungen an US-amerikanischen Universitäten — Harvard, Yale und University of California, Berkeley.
Erhielt 1937 eine Professur an der Universität Berlin (Friedrich-Wilhelms-Universität).[1]
Nach dem Zweiten Weltkrieg Professor an der Humboldt-Universität, später an der Freien Universität Berlin.
Gründete das Institut für Soziologie und Ethnologie in Berlin.
Gestorben am 19. Januar 1954 in Berlin.
Studierte ab 1890 Geschichte, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und besuchte Carl Mengers Vorlesungen zur Nationalökonomie; übernahm dessen Anspruch auf exakte Begriffsdefinition und kausale Untersuchung.[7]
Co-Autor von „The Missionary and Anthropological Research" (1932) und einer ethnologischen Arbeit zu Afrika (1940) mit dem Berliner Afrikanisten Diedrich Westermann.[3]
Ehefrau Hilde Thurnwald wirkte als Anthropologin in Afrika-Feldforschungen mit; gemeinsame Forschungs- und Publikationspraxis.[4]
Richard Thurnwald im Kontext der gesamten Schule — fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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