Carl Menger
Leben und Werk
- 23. Februar 1840
- 26. Februar 1921
in Wien - 1. Generation
Die Folge zu Carl Menger
Carl Menger zum Hören: das Leben, die eine Idee, das berühmteste Argument und welches Werk man zuerst liest. Rund 17 Minuten.
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Stationen
- 1840Geburt
Geboren am 23. Februar 1840 in Neu Sandez (Galizien, heute Nowy Sącz, Polen) als drittes von zehn Kindern.[1]
- 1848Tod des Vaters
Mit acht Jahren verlor Menger seinen Vater; bereits zuvor waren vier Geschwister gestorben. Die Folgen für die Familie waren Mangel und Not.
- 1859–1860Studium an der Universität Wien
Beginn des rechts- und staatswissenschaftlichen Studiums an der Universität Wien.[1]
- 1860–1863Studium an der Universität Prag
Fortsetzung des Studiums an der Universität Prag von 1860 bis 1863.[1]
- 1860–1867Studium und Journalismus in Lemberg— inferiert
Während seines Studiums verdiente Menger seinen Unterhalt als Journalist in Lemberg.
- 1867Mitbegründer des Wiener Tagblatts— inferiert
Menger war Mitbegründer des Wiener Tagblatts und arbeitete später als Redakteur der Wiener Zeitung.
- 1867Journalist Lemberger Zeitung— ungefähr
Tätigkeit als Redakteur der Lemberger Zeitung nach der Promotion.[1]
- 1871„Grundsätze der Volkswirthschaftslehre“
Veröffentlichung der „Grundsätze“, dem Begründungswerk der Wiener Schule. Die Habilitierung erfolgte unmittelbar danach.[1]
- 1871Redaktionssekretär Wiener Zeitung— ungefähr
Redaktionssekretär der Wiener Zeitung; Beobachter und Marktanalyst der Wiener Börse.[9]
- 1872Habilitation für Politische Ökonomie
Im Juni 1872 Habilitierung für Politische Ökonomie an der Universität Wien.[1]
- 1873Außerordentliche Professur
Bereits ein Jahr nach der Habilitierung erhielt Menger eine außerordentliche Professur an der Universität Wien.[1]
- 1876–1878Lehrer von Kronprinz Rudolf
Berufung 1876 als einer der Lehrer Kronprinz Rudolfs; 1877 und 1878 begleitete Menger ihn auf Studienreisen durch Europa.[1]
- 1879Ordentlicher Professor
Beförderung zum ordentlichen Professor der Politischen Ökonomie an der Universität Wien.[1]
- 1883„Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften“
Erscheinen der „Untersuchungen“; Auslöser des Methodenstreits mit Gustav Schmoller und der deutschen Historischen Schule.[7]
- 1900Lebenslanges Mitglied des Herrenhauses
Berufung als lebenslanges Mitglied in das österreichische Herrenhaus.[1]
- 1921Tod
Gestorben am 26. Februar 1921 in Wien, im 9. Gemeindebezirk, umgeben von einer rund 25.000 Bände umfassenden Bibliothek.[1]
Beeinflussungen
- 1883Gustav von Schmoller(1838–1917) · Jüngere Historische Schule
Mit den „Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften“ (1883) löste Menger den Methodenstreit mit Schmoller und der deutschen Historischen Schule aus; Schmollers ablehnende Rezension verspottete Mengers Anhänger erstmals als „österreichische Schule“.[1]
- 1876–1878Rudolf von Habsburg(1858–1889)
Menger unterrichtete ab 1876 zwei Jahre lang Kronprinz Rudolf von Habsburg in politischer Ökonomie und Statistik und begleitete ihn auf seinen Reisen.[1]
- 1884–1887
Studierte 1884-1887 Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck unter anderem bei Carl Menger.
- 1885
Wurde nach seinem Studium der Rechtswissenschaften von Carl Menger habilitiert.
- 1887–1887
Carl Menger betreute 1887 die Promotion Ernst Seidler von Feuchteneggs zum Dr. jur. an der Universität Wien.[2]
- 1889–1899
Studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Czernowitz und Wien und wird in der Bio explizit als Menger-Schüler bezeichnet.[3]
- 1890–1895
Studierte ab 1890 Geschichte, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und besuchte Carl Mengers Vorlesungen zur Nationalökonomie; übernahm dessen Anspruch auf exakte Begriffsdefinition und kausale Untersuchung.[13]
- 1899–1899
„Lieblingsschüler" und letzter Habilitand von Carl Menger; studierte Volkswirtschaftslehre und Recht an der Universität Wien.
- 1903
Erst die Lektüre von Mengers „Grundsätzen" bot Wieser die gesuchte Perspektive, die er in der Rückschau als eine Befreiung aus der „Not des Denkens" empfand.[4]
- 1904–1904
Promovierte 1904 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien bei Carl Menger und Eugen von Philippovich.[6]
- —
Ludassy war einer der herausragendsten Schüler in Carl Mengers Seminar für graduierte, bereits berufstätige und an Nationalökonomie Interessierte.
- —
Wikipedia DE bestätigt: Landesberger gehörte zur Österreichischen Schule und war Schüler Carl Mengers an der Universität Wien.[11]
- —
Sax war zunächst Konkurrent, später Mitstreiter Mengers im Methodenstreit, distanzierte sich aber wenige Jahre nach 1887 wieder von der Wiener Schule.
- —
Groß wurde von Menger bei der Aufzählung seiner Habilitanten anlässlich seiner Emeritierung nicht erwähnt – ein zwiespältiges Verhältnis trotz formaler Verbindung über die Wiener Habilitation.[5]
Carl Menger im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN33 Belege · 6 Quellen
- [9]Boos 1986: Wissenschaftstheorie Carl Mengers (Biographischer Teil)
- [10]Rothbard: „Ludwig von Mises: Scholar, Creator, Hero"
- [11]Schulak/Unterköfler: The Austrian School of Economics (2011), S. 58 f.
- [12]Ludwig von Mises: Nachruf auf Julius Landesberger (Wiener Universität 1921)
Wirkungsorte
Die Bücher
- Principles of Economics
- Investigations into the Method of the Social SciencesOriginalEnglisch
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Carl Menger. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 11. Oktober 2026, von https://mises.at/carl-menger
- Chicago
- “Carl Menger.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 11. Oktober 2026. https://mises.at/carl-menger.
- Deutsche historische Zitierweise
- Carl Menger, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/carl-menger (abgerufen am 11. Oktober 2026).


